Spitzwegerich (Plantago lanceolata)

Name und Botanik

SPITZWEGERICH, SCHMALBLÄTTRIGER WEGERICH

Plantago lanceolata L.

– Plantaginaceae (Wegerichgewächse) –

Ausdauernde Wiesen- und Ruderalpflanze

Plantago lanceolata

  Biologie

Vorkommen:
Wuchshöhe:
Blütezeit:

Anbau

Standortansprüche:anspruchslos
günstig sind leichte, saure Böden
ungünstig: durchlässige, zur Austrocknung neigende Böden
Anbauhinweiseein- bis zweijähriger Anbau
Sorten: Libor
Fruchtfolge:Fruchtfolge:
als Vorfrucht günstig: Leguminosen, Getreide
Saat/Pflanzung:Anbau als Direktsaat

Aussaatterminim Frühjahr zur Ernte im gleichen Jahr; im Sommer zur Ernte bis ins nächste Jahr
TKG1,2 g
Aussaatstärke10 – 15 kg/ha
Reihenabstand30 – 45 cm; 1,5 – 2 cm tief
nach der Aussaat anwalzen

wichtig: Beregnung und Stickstoffgabe nach jedem Schnitt

Pflege:Pflanzenschutz:
Anwendung chemischer Mittel entsprechend dem Zulassungsstand
regelmäßige Bestandeskontrolle
Krankheiten:
Blattfleckenkrankheit, Welkekrankheit nur lokale Bedeutung
Schädlinge: keine
Düngung:keinen Stallmist direkt zur Kultur
Richtwerte zum Nährstoffbedarf: als Grunddüngung 80 kg N/ha, 50 kg P2O5, 100 kg K2O
zusätzlich ca. 40 kg N/ha nach jedem Schnitt
Ernte, Aufbereitung, Erträge:Haupternteprodukt: Blätter und Kraut

Ernte:
Erntezeitpunkt vor Erscheinen des Blütenstandes
im 1. Jahr bei Frühjahrsansaat 2-3 Schnitte, bei Sommeransaat ein Schnitt
im 2. Jahr 3-4 Schnitte möglich
Schnitt mit Mählader nicht zu tief, damit Neuaustrieb garantiert ist

Aufbereitung, Trocknung:
Trocknung zügig nach der Ernte bei ca. 50°C
(Blätter verfärben sich sehr rasch)

Erträge:
im ersten Jahr ca. 200 dt/ha Frischmasse, 30-40 dt/ha Trockenware (2 Schnitte)
im 2. Jahr 400 dt/ha Frischmasse, 60-80 dt/ha Trockenware bei 4 Schnitten

Nutzung als Heilpflanze

Anwendung: Pharmazie, Hausmittel
Wirkung: antibakteriell, gegen Husten und Heiserkeit, zur Herstellung von Hustensirup

HAUPTINHALTSSTOFFESchleimstoffe, Enzyme, Kieselsäure, Tannine, Glycoside

Quelle:
Chrestensen Samen- und Pflanzenzucht