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JOHANNISKRAUT, HARTHEU,
TÜPFELHEU
Hypericum
perforatum L.
- Hypericaceae
(Hartheugewächse) -
Mehrjährig, an Basis
verholzend
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BIOLOGIE
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| Vorkommen:
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| Wuchshöhe:
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bis 70 cm |
| Blütezeit:
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ANBAU
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| Boden
und Lage: |
bevorzugt kalkhaltige,
trockene und sonnige Standorte,
schwerere Böden auch bei Pflanzungen
unkrautarmer Standort, insbesondere bezüglich Wurzelunkräutern,
da langsame Jugendentwicklung
Johanniskraut ist ein Cadmium-Akumulator !, daher Cd-arme Böden
verwenden (<30 mg Cd/kg Boden)
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| Anbauhinweise
allgemein: |
mehrjähriger
Anbau (2 Jahre)
3-4. Standjahr möglich je nach Gesundheitszustand des Bestandes
mehrjährige Anbaupausen (4-5 Jahre), da sehr krankheitsanfällig
Sorten:
Sorte Topaz im Anbau weit verbreitet; relativ hohe Ertragssicherheit
und Hypericingehalt; Anfälligkeit gegen Fusarium gering
weiterhin Stamm NLC 21
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| Bodenvorbereitung: |
Fruchtfolge:
günstige Vorfrüchte: Getreide
ungünstig: Kartoffeln (Gefahr von Pilzkrankheiten im Boden)
als Folgefrucht geeignet: Getreide und Hackfrüchte
Neuanpflanzungen nicht neben Altbestände stellen
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| Saat
/ Pflanzung: |
Anbau als Pflanzung
oder Direktsaat (derzeit Pflanzung bevorzugt)
| a.Pflanzung: |
Gepflanzte Bestände sind ertragsstabiler.
- Frühjahrspflanzung: Mitte April
- Herbstpflanzung Mitte August bis Mitte September
Pflanzabstand 42-45 x 20-30 cm (entsprechend vorhandener Pflanztechnik)
Bestandesdichte 60-80.000 Pflanzen/ha |
| b.
Direktsaat: |
Aussaatstärke: 3-5 kg/ha
TKG: 0,1 g
Reihenabstand: 45 cm;
Aussaattiefe: seicht (1 cm), Lichtkeimer
Aussaattermin: entweder Mitte Mai oder Anfang August (bei
Direktsaat im November Auflaufen im nächsten April) |
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| Pflege: |
Pflanzenschutz:
Anwendung chemischer Mittel entsprechend dem Zulassungsstand
regelmäßige Bestandeskontrolle
Krankheiten, Schädlinge:
starke Gefährdung durch pilzliche Erkrankungen (Rotfärbung
der Pflanzen: Johanniskrautwelke - Coletotrichum !), meist als Mischinfektion
(Fusarium, Phoma, Sclerotinia, Echter Mehltau) - kann zu starken Ertragsdepressionen
führen
Johanniskrautkäfer
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| Düngung: |
Richtwerte
zum Nährstoffbedarf bei normal versorgtem Boden:
100-150 kg N/ha in 2-3 Gaben, beginnend mit Auflaufen bzw. Austrieb
im 2. Standjahr;
70-100 kg P2O5/ha und 180 kg K2O/ha
als Vorratsdüngung vor dem Austrieb bzw. dem Anbau
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| Ernte: |
Haupternteprodukt
blühendes Kraut
günstigster Erntezeitpunkt zur Vollblüte (ca. 70 % der
Blüten voll geöffnet)
Geerntet werden die qualitativ hochwertigen Blütenstände
(20-30 cm). Die Stengel enthalten kaum Wirkstoffe.
Erntetermin im 1. Standjahr Juli/August, im 2. Juni/Juli eventuell
im September 2. Schnitt möglich.
Trocknung
bei 40-60°C; Restfeuchte ca. 10%
Erträge: stark
schwankend, in Abhängigkeit vom Krankheitsdruck
1. Erntejahr in Abhängigkeit vom Pflanzzeitpunkt: 3-8 dt/ha
Droge
2. Erntejahr: 40-50 dt/ha Droge
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NUTZUNG
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| als
Heilpflanze: |
Anwendung: |
Pharmazie,
Hausmittel, Homöopathie, Kraut für Tees |
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Wirkung: |
antidepressiv,
wundheilend, entzündungshemmend, harn- und galletreibend |
| Hauptinhaltsstoffe:
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ätherisches
Öl, Flavonoide, Harze und Gerbstoffe, Hypericin (fotosensibilisierende
Substanz), Hyperforin |
Quelle:
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Chrestensen
Samen- und Pflanzenzucht |