| Ein rechter Holzweg | |
Holz als Festbrennstoff wird zukünftig die entscheidende Bedeutung unter den erneuerbaren Energiequellen zur Wärme- und Stromerzeugung haben. Aufgrund seines großen nutzbaren Potenzials kann es enorm zur CO2-Reduktion und damit zum Klimaschutz beitragen. Neben Reststoffen aus der Land- und Forstwirtschaft können zusätzlich Energiepflanzen auf Stilllegungsflächen angebaut werden. Außer einjährigen Kulturen wie z.B. Getreideganzpflanzen eignen sich dafür besonders auch mehrjährige Kulturen, darunter die schnellwachsenden Baumarten Weiden und Pappeln. |
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Auf einer landwirtschaftlichen Fläche in Niedereschach (Schwarzwald-Baar-Kreis) wurden 7 ha Pappel-Kurzumtriebsfläche zur Erzeugung von Energieholz angelegt. In dem Vorhaben wird die komplette Verfahrenskette vom Anbau einer Pappel-Kurzumtriebsfläche, über die Bereitstellung und Lagerung von Holzhackschnitzeln bis hin zur Wärme- und Stromerzeugung in einem Biomasseheizkraftwerk untersucht. Auch die Zusammensetzung und Verwertungsmöglichkeiten der anfallenden Holzaschen werden dabei berücksichtigt. |
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Im Frühjahr 1998 wurde die erste Ernte mit einem mobilen Holzhacker durchgeführt. Per LKW wurden die Pappelhackschnitzel in Containern (ca. 70 m3 pro Fuhre) zum Heizkraftwerk transportiert, wo Verbrennungsversuche zur Erfassung feuerungstechnischer und emissionsrelevanter Daten durchgeführt werden. |
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| Durch Zusammenführen
sämtlicher Informationen über die Prozesskettenglieder Anbau, Bereitstellung
und Nutzung werden Aussagen zu den technischen, umweltrelevanten und ökonomischen
Aspekten einer Pappel-Kurzumtriebsfläche möglich sein. Durch den Anbau von Pappeln zur Erzeugung von Energieholz können landwirtschaftliche Stilllegungsflächen weiter kultiviert werden. Dies trägt zum Erhalt der Kulturlandschaft und gleichzeitig zur nachhaltigen Bereitstellung eines erneuerbaren und damit klimaschonenden Energieträgers bei. Davon profitieren auch Landwirte und Dienstleistungsunternehmen der Region. Ferner ist eine mehrjährige Pappelkultur aufgrund des praktisch fehlenden Dünge- und Pflanzenschutzmitteleinsatzes sowie der nicht jährlichen Befahrung durch Erntemaschinen eine umweltschonende Nutzung landwirtschaftlicher Flächen. |
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| Maschinenring
und Betriebshilfsring Rottweil e.V. Bauernwald 1 72172 Sulz-Holzhausen Telefon 07454/3094 Telefax 07454/5257 E-Mail: info@mbr-rottweil.de |
Forstliche
Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg Wonnhaldestr. 4 79100 Freiburg Tel.: 0761/4018-0 Fax: 0761/4018-333 E-Mail: poststelle@fva.bwl.de |
Das Projekt wurde zwischen 1996 und 1999 durch das Ministerium Ländlicher Raum mit DM 60.000 gefördert. |
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