Gütezeichen im Bereich des Bauwesens

zusammengestellt von Karin Kilian & Sabine Deimling, IfuL Müllheim

Baustoffe können und müssen z.T. auf verschiedene Eigenschaften hin geprüft und zertifiziert werden.
Waren zunächst technische Eigenschaften im Hinblick auf eine bauliche Qualitätssicherung Kernpunkt der Prüfungen, rücken zunehmend auch ökologische und gesundheitliche Aspekte in den Vordergrund. Neben der unbedingten Voraussetzung, dass ein Baustoff mechanisch-physikalisch sicher ist, muss auch gewährleistet sein, dass keine gesundheits- oder umweltschädigenden Effekte vom Baustoff ausgehen.
Eine Übersicht über Gütezeichen und Zertifikate, die für Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen relevantsind, gibt die Gütesiegeltabelle.

So werden die technischen Baubestimmungen durch die Landesbauordnungen der Bundesländer (LBO) geregelt. Nur Bauprodukte, die den in Bauregellisten bekanntgemachten technischen Regeln entsprechen, dürfen verwendet werden. Gekennzeichnet werden sie durch das Übereinstimmungszeichen (Ü-Zeichen) oder das Konformitätszeichen der Europäischen Gemeinschaften (CE-Zeichen). Das Deutsche Insitut für Bautechnik hat die Aufgabe, die technischen Regeln für Bauprodukte und Bauarten aufzustellen und im Einvernehmen mit den obersten Bauaufsichtsbehörden der Länder bekannt zu machen. Anerkannte Prüf- und Zertifizierungsstellen übernehmen die Prüfung und die Bestätigung der Übereinstimmung.

Das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. (RAL) ist mit seinen Gütegemeinschaften für die Vergabe von Gütezeichen auch im Baubereich verantwortlich. Der Schwerpunkt liegt nicht auf ökologischen Kriterien, sondern auf technischen.
Im Umweltbereich ist der RAL in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt verantwortlich für die Vergabe des Umweltzeichens ("Blauer Umweltengel") - das bekannteste und zugleich älteste Öko-Label. Das Umweltzeichen wird an solche Produkte oder Dienstleistungen vergeben, die sich gegenüber konventionellen Produkten als umwetlfreundlicher, aber ebenso praktisch und gebrauchstüchtig herausgestellt haben, oder Produkte, die in Bezug auf bestimmte Bestandteile oder Verfahren verbessert worden sind. In dieser "relativen" Beurteilung liegt auch einer der Kritikpunkte am Umweltengel (ökoPlus 1998/99).

Auch die international anerkannte Institution TÜV ist offiziell für zahlreiche Prüfverfahren akkreditiert und zertifiziert u.a. Baustoffe nach Umweltkriterien. Das TÜV-Umweltsiegel UT21 zeichnet nach strengen Kriterien nur solche Baustoffe aus, die während des gesamten Lebenszyklus "umweltschonend" sind. Das TÜV-ASG-Siegel hingegen beurteilt nur Schadstoffgehalte in den Materialien.

Was die Ökozertifizierung von Baustoffen betrifft, gibt es bisher keine Einheitlichkeit. Eine Vielzahl von Siegeln und Labels erschwert die Vergleichbarkeit und Glaubwürdigkeit - und verunsichert den Verbraucher bzw. den Bauherrn. Eine ökologische Beurteilung oder Zertifizierung von Baustoffen kann sich einerseits auf den Baustoff als solchen konzentrieren (z.B. über die Messung von Schadstoffemissionen). Andererseits sollte die Beurteilung der "Ökologie" den gesamten Lebenszyklus eines Baustoffes umfassen - von der Herstellung über den Einbau und die Nutzung bis zur Abfallbeseitigung bzw. dem Recycling. Die existierenden "Öko-Siegel" berücksichtigen meist unterschiedliche Aspekte und oft nur einzelne Gruppen von Baustoffen. Die Tabelle gibt nur eine Auswahl der bedeutendsten Gütezeichen.
Das eco-Umweltinstitut in Köln vergibt das eco-Prüfsiegel, unter anderem für Baustoffe.

Einen ersten Ansatz zur Vereinheitlichung und Internationalisierung von Ökolabels auf dem Bausektor bietet das geplante ecoNcert Label. Träger ist der Internationale Verein für zukunftsfähiges Bauen und Wohnen. Das ecoNcert-Ökolabel soll der Qualitätssicherung und Zertifizierung von Naturbaustoffen dienen. Dabei stehen Baustoffe und Einrichtungsgegenstände aus nachwachsenden Rohstoffen oder mineralischen Rohstoffen im Vordergrund.
Weitere Siegel und Labels gibt es für einzelne Baustoffgruppen, wie z.B. das Kork-Logo für Korkböden. Das FSC-Siegel ist in ein weltweit gültiges Zertifizierungssystem eingebunden, das Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung kennzeichnet.

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Übersicht der für Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen relevante Gütesiegel und Zertifikate

Zeichen
(seit)

Zuständigkeit Beschreibung / Vergabekriterien Betroffene Bauprodukte im Hinblick auf nawaRo

Weitgehend technisch ausgerichtete Siegel / Zertifikate

Ü-Zeichen
(Übereinstimmungszeichen) nach §22 LBO

(1996)

Deutsches Institut für Bautechnik (DIBT) mit verschiedenen Zertifizierungsstellen (z.B. FMPA)

Kontakt

Das Ü-Zeichen erhalten Bauprodukte, die mit den vom DIBT in der Bauregellliste A bekannt gemachten technischen Regeln gemäß §17 Abs. 1 und 2 LBO übereinstimmen. Das Ü-Zeichen dient dem Nachweis der Verwendbarkeit von Bauprodukten nach § 17 LBO

Bauprodukte allgemein (Konstruktionsholz, Dämmstoffe)

s. Tabelle "Technische Regeln für Dämmstoffe nach Bauregelliste A" in "Dämmstoffe im Hochbau" abgedruckt

s. vom DIBT herausgegebenes Verzeichnis aller bauaufsichtlichen Zulassungen

CE-Zeichen
Konformitätszeichen der Europäischen Gemeinschaft
(89/106/EWG Bauprodukte)

Deutsches Institut für Bautechnik (DIBT) mit verschiedenen Zertifizierungsstellen

Kontakt

Bauprodukte, die mit harmonisierten europäischen technischen Normen übereinstimmen, tragen zur Bestätigung ihrer Konfomrität das CE-Zeichen (Bauregelliste B) Bauprodukte allgemein

RAL Gütesiegel

RAL-Gütesiegel im Baubereich

(1925)

Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. (RAL)

RAL = Reichsausschuss f. Lieferbedingungen

Kontakt

Nur der RAL darf in Deutschland Gütezeichen vergeben, u.a. Gütezeichen für Produkte im Baubereich. Für die verschiedenen Bereiche sind verschiedene "Gütegemeinschaften" zuständig.

Anm: gut die Hälfte der ca. 160 existierenden RAL-Gütezeichen betrifft den Baubereich - v.a. Holz, aber auch ganze Häuser

Blockhausbau, Brettschichtholz Fenster und Haustüren, Holzbauteile, Imprägnierte Holzbauelemente, Recycling-Baustoffe, Recyclingprodukte aus Gebrauchtholz, Spanplatten, Tapeten, Wärmedämmung von Fassaden im Verbundsystem


Siegel und Zertifikate ökologischer Ausrichtung

Umweltzeichen
= Blauer Engel

Umweltzeichen im Baubereich

(1977)

Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. (RAL) und Umweltbundesamt (UBA)
http://www.blauer-engel.de

Der Staat als Zeicheninhaber hat die Funktionen für Durchführung und Betrieb delegiert
- an den RAL: Zeichenvergabe, Jury-Organisation
- an das UBA : Konzeption der produktspezifischen Kriterien

Kontakt

Staatliches Umweltzeichen für
Produkte und Verfahren, die im Vergleich zu anderen Produkten mit demselben Gebrauchszweck als besonders umweltfreundlich bezeichnet werden können

 

Verschiede Baustoffgruppen: Schadstoffarme Lacke, Dämm- und Isolierstoffe überwiegend aus Altpapier, Laminat, Gipskarton-, Gipfsfaser- und Gipsspanplatten für den Innenausbau, emissionsarme Holzwerkstoffplatten, wie Massivholz-, Sperrholz-, Faser-, Tischler- und Spanplatten, emissionsarme Produkte aus Holz und
Holzwerkstoffen, wie Möbel, Paneele, Fertigparkett

TÜV am Bau

TÜV Rheinland (Gutachter, Zertifizierer)
http://www.tuev-rheinland.de

Bzw. TÜV Süddeutschland Bau und Betrieb GmbH

http://www.tuev-am-bau.de/

Kontakt

Gütezeichen zur Qualitätssicherung bei der Errichtung von Eigenheimen und größeren Gebäuden: Firmenaudit und Prüfungen der Einzelobjekte - strenge Kriterien, umfangreiche Checklisten

Auszeichnung der Unternehmen, die sich dem Bauen und Modernisieren in geprüfter Qualität verpflichtet haben

Quelle: TÜV Rheinland

Gebäude

TÜV-Umweltsiegel UT21

Umweltsiegel des- TÜV Süddeutschland
Vergabe durch die TÜV Ecoplan Umwelt GmbH

Kontakt

TÜV Bau und Betrieb Fachbereich Umweltservice Westendstr. 199 D - 80686 München Telefon: 0049 - (0)89 / 5791-2751 Telefax: 0049 - (0)89 / 5791-1098 Email: Ulrich.Schubert@tuevsued.de Die ausführliche Beschreibung: TÜV Ecoplan Umwelt GmbH

Auszeichnung industriell hergestellter Produkte, die neben nachgewiesener Tauglichkeit und Sicherheit im Gebrauch im besonderen Maße in jeder Phase die Umwelt schonen. Zur Herstellung der Produkte müssen natürliche und ökologisch unbedenkliche Stoffe oder Verfahrensweisen verwendet und Emissionen gering gehalten werden. Während der Gebrauchsphase und nach deren Beendigung ist eine möglich geringe Belastung von Umwelt und Benutzern Bedingung.Eine Vergaberichtlinie gibt es zu "Textilen Bodenbelägen".
Die Prüfung findet nach den strengen Kriterien des Umweltstandards UT 21 statt, die sehr viel strikter sind als beim TÜV-ASG.

Quelle und weitere Infos: TexWeb und Label-online

Dämmstoffe, Wandfarben, Holzschutzmittel, Linoleum, Estriche, Putze, Lacke/Lasuren, Klebstoffe

TÜV ASG
auf Schadstoffe geprüft

 

TÜV Ecoplan Umwelt GmbH Untergruppe TÜV Süddeutschland

Kontakt

 

 

 

Das TÜV-ASG-Siegel wird für schadstoffarme Naturprodukte und Produkte aus synthetischen Materialien vergeben. Grundlage ist der Prüfstandard ASG. Dieser belegt, dass die Hersteller ihr Produkt einer freiwilligen Kontrolle unterzogen haben, bei der die Einhaltung aller schadstoffbezogenen Grenzwerte in jährlichen Stichproben überprüft wurde. Die Anforderungen sind weniger streng als beim ebenfalls vom TÜV Süddeutschland vergebenen TÜV-Umweltsiegel.

Quelle und weitere Informationen bei Label-online

Dämmstoffe, textile Bodenbeläge, Wandfarben

TÜV-PROOF
und
TÜV TOXPROOF

TÜV Rheinland, Sicherheit und Umweltschutz GmbH

Die Internetseite des TÜV enthält keine Darstellung der Anforderungen des Standards, genannt werden die Ansprechpartner: www.tuev-rheinland.de oder www.umwelt-tuv.de.

Kontakt

TÜV PROOF für Produkte mit hervorragenden Eigenschaften (z.B. zertifizierte Möbellacke)

TÜV TOXPROOF für schadstoffgeprüfte Produkte: Humanökologischer Standard des TÜV Rheinland Sicherheit und Umweltschutz GmbH für Fertigprodukte des täglichen Lebens wie Heimtextilien, Bekleidung, Matratzen, Bodenbeläge, Fahrzeugsitzbezüge u. a. .Das Prüfzeichen zeichnet diese Produkte als besonders schadstoffarm aus.

Quelle: TexWeb

Wand- und Bodenbeläge, Bauelemente, Tapeten, Lacke und Beschichtungen, erstmalig auch Dämmstoffe (Dobry-Zellulosedämmstoff)

Eco
Zertifikate und Prüfsiegel "bauökologisch empfohlen"

 

Eco-Umweltinstitut Köln GmbH

Kontakt

Durch Eco-Zertifikate und Prüfsiegel werden Materialien gekennzeichnet, die auf gesundheitliche Unbedenklichkeit geprüft und weitestgehend umweltverträglich sind. Die strenge Prüfung umfasst den gesamten Lebenszyklus (Herstellung, Verarbeitung, Nutzung, Recycling / Entsorgung)
(Quelle: Eco-Umweltinstitut)

Anstrich- und Beschichtungsstoffe, Dämmstoffe, Parkett/ Holzfußböden/ Paneele, textile Bodenbeläge, Möbel, Holzwerkstoffe/ Ausbauplatten

EcoNcert

(Die ersten Produkte mit dem ecoNcert-Label sollen Ende 2001 auf den Markt kommen)

Träger: Internationaler Verein für zukunftsfähiges Bauen und Wohnen - ecoNcert (Umwelt- und Verbraucherverbände, Handelsorganisationen, Hersteller und unabhängige Prüfinstitute aus 7 westeuropäischen Ländern)
Gefördert durch FNR

Siehe auch: eco-Umweltinstitut

Kontakt

Neues, international gültiges Qualitätszeichen im Bausektor zur Zertifizierung von Naturbaustoffen im Sinne der Nachhaltigkeit. Es geht vorwiegend um aus nachwachsenden Rohstoffen oder mineralischen Rohstoffen bestehende Baustoffe und Einrichtungsgegenstände. Geprüft wird auch hier über Lifecycle-Analysen. Das ecoNcert-Label soll eine Reihe bestehender Labels ablösen und dem Verbraucher Übersicht im "Zeichendschungel" schaffen.

Kriterien sind:
Umweltverträglichkeit
Gesundheitsverträglichkeit
Gebrauchstauglichkeit.

Quelle: eco-Umweltinstitut Köln

Baustoffe und Einrichtungsgegenstände

Stiftung Warentest

 

Stiftung Warentest

Kontakt

Stiftung Warentest bietet dem Verbraucher unabhängige Informationen über Gebrauchstauglichkeit, Stromverbrauch, Garantie etc.. Gebrauchswert und Tauglichkeit haben in der Regel Vorrang vor ökologischen Gesichtspunkten.

Quelle: Label-online

Diverse Bauprodukte

"Empfohlen vom IBR"

 

Institut für Baubiologie Rosenheim GmbH, Rosenheim (IBR)

Prüfung in externen Instituten

Kontakt

Auszeichnung umweltschonend erzeugter und gesundheitlich unbedenklicher Baustoffe und -elemente mit strenger Schadstoffprüfung. Grenzwerte sind i.d.-+R. nach Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegt, in manchen Fällen sogar noch strenger.

Weitere Infos und kritische Bewertung bei Label-online

Holz und Holzwerkstoffe, Tapeten, Bodenbeläge, Dämmstoffe, Leime, Kleber, Anstrichstoffe, Bauelemente, Fertighäuser

Zertifikat der Arbeitsgemeinschaft ökologisches Bauprodukt
AUB

Arbeitsgemeinschaft Umweltverträgliches Bauprodukt e.V.: Industrie und Handel (http://www.AUBMUC.de)

Kontakt

Prüfung nach strengen Umweltkriterien vom Produktionsprozess bis zum Endprodukt

Quelle: Naturbauprodukte.de

Dachdeckung, Dämmstoffe, Holzwerkstoffe, Wand- und Deckenbaustoffe

FSC

(1993)

Forest Stewardship Council (FSC)

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Weltweites Zertifizierungssystem für Holz aus kontrolliert umweltgerechter und sozial verträglicher, nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Zertifizierungsgegenstand ist die Art und Weise der Bewirtschaftung des Forstbetriebes in ökonomischer, sozialer und ökologischer Hinsicht.
Ursprünglich für den Schutz tropischer Regenwälder geschaffen, wird das FSC-Siegel nun auch für Wälder der gemäßigten und borealen Zone verwendet.

Quelle: FSC, weitere Informationen bei Label-online

Holz und Holzprodukte

PEFC
Pan-Europäische Forstzertifizierung

(1999)

Pan-European Forest Certification Council (PEFC) Deutschland e.V.

Kontakt

 

Zertifizierung nachhaltiger Waldbewirtschaftung unter besonderer Berücksichtigung der durch Familienbetriebe geprägten europäischen Eigentumsstrukturen.
Zertifzierungsgegenstand ist die Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung auf regionaler Ebene in ökonomischer, sozialer und ökologischer Hinsicht.Ziel ist die Verbesserung des Images der Forstwirtschaft sowie des nachwachsenden Rohstoffes Holz.

Quelle und weitere Informationen: PEFC
Eine detaillierte gemeinsame Synopse der Zertifizierungssysteme von FSC und PEFC (Stand 29/03/01) findet sich auf den PEFC-Seiten

Holz und Holzprodukte

Naturland-Zeichen

(1996)

Naturland e.V.

Kontakt

Naturland-Zeichen als Nachweis für Holzprodukte aus Wäldern, die nach den Naturland-Kriterien der ökologischen Waldnutzung bewirtschaftet werden.
Bei der naturnahen Waldnutzung sind menschliche Eingriffe im Ökosystem Wald auf ein geringes Maß begrenzt. Die Kriterien sind weitgehend vom FSC-Deutschland übernommen worden.

Quelle: Label-online

Holz und Holzprodukte

Euro-Blume -
das Europäische Umweltzeichen

(1992)

Europäische Kommission, DG XI Umwelt; Europäische Umweltagentur

Zuständig in Deutschland:
Umweltbundesamt

Kontakt

Europaweites Umweltzeichen, das an Produkte mit im Vergleich zu herkömmlichen Waren geringeren Umweltbelastungen verliehen wird. Die zugrundeliegenden Umweltkriterien erfordern wissenschaftliche Analysen der Umweltauswirkungen des Produktes in allen Bereichen des Lebenszyklus.U.a. berücksichtigt werden: Energieverbrauch, Wasser- und Luftverschumutzung, Abfall, nachhaltige Forstwirtschaft, sowie Lärm und Bodenbelastung. Zusätzlich werden Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit festgelegt.

(Quelle: EU und Label-online)

Weitere Informationen und kritische Bewertung bei Label-online

Farben, Lacke, Lasuren

Kork-Logo

eco-Umweltinstitut Köln im Auftrag des Deutschen Korkverbandes e.V.

Kontakt

Qualitätssicherungssystem, das vor allem eine Minimierung der Schadstoffe in Korkböden sichert. Der gesamte Lebensweg des Korks wird betrachtet. Die Proben werden untersucht auf Formaldehyd, Phenol, Isocyanate und andere Schadstoffe, die in Korkböden enthalten sein können. Auch eine Geruchsprüfung wird durchgeführt. Auch die Gebrauchstauglichkeit (Stuhlrolleneignung, Schüsselung, Feuchtegehalt) wird geprüft.

Quelle und weitere Infos bei Label-online

Bodenbeläge, Isolier und Dämmstoffe aus Kork

Von "Öko-Test" nur eingeschränkt empfohlenes Label für Bodenbeläge aus Kork (Kritikpunkt: Unabhängigkeit der Vergabe nicht erläutert)

Teppichboden schadstoffgeprüft, GuT

Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichboden e.V. als Zusammenschluss von Teppichherstellern, die ihre Produkte auf Schadstoffe überprüfen lassen.

Mit der Prüfung beauftragt ist das Deutsche Teppichforschungsinstitut (TFI)

Kontakt

Das GuT-Signet wird Produkten verliehen, die unter ökologisch vertretbaren Gesichtspunkten hergestellt werden, den Verbraucher in seiner Gesundheit nicht negativ beeinträchtigen und darüber hinaus nach beendeter Nutzung problemlos verwertbar sind. Dies wird unter anderem sichergestellt durch die regelmäßige Überwachung der Produktion und der Produkte, zum Beispiel im Hinblick auf Schadstoffe und Emissionen.

Quelle: TFI
Weitere Infos bei Label-online, GuT und TFI

Teppiche, Teppichböden

Quellen:

Infobaumarkt - http://www.oekobaumarkt.de/label/label.html
Label-online: http://www.label-online.de
"Öko-Labels - Die ganz große Laufmasche". ökoPlus Ausgabe 3 1998/99
Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg (1996): Energiesparendes Bauen und gesundes Wohnen.
Deutsches Institut für Bautechnik (Hrsg.) (1997): Bauaufsichtliche Zulassungen (BAZ); amtliches Verzeichnis der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen für Bauprodukte und Baurten nach Gegenstand und wesentlichem Inhalt. Erich Schmitt Verlag, Bielefeld.
Europäische Kommission: Das Europäische Umweltzeichen im Überblick (Internet-Download)

Technische Baubestimmungen
Auswahl von Normen (DIN und EN) für mechanisch/physikalische und chemische Prüfungen an Holz und Holzwerkstoffen - Wilhelm-Klauditz-Institut 1997

"Label untersucht" (TAZ vom 2./3.6.2001) Die Zeitschrift "Öko-Test" hat einige Öko-Siegel für Wand- und Bodenbeläge unter die Lupe genommen und bewertet die Prüfkriterien, nach denen Siegel vergeben werden. S.a. "Öko-Test" Sonderheft "Ratgeber Renovieren" mit Tests zu Böden, Farben, Lacken und Tapeten, erhältlich im Zeitschriftenhandel oder beim "Öko-Test" Leserservice, Postfach 36 05 20, 10975 Berlin, Fax 0 18 05/39 39 34.