Die erste deutsche Faseraufschlußanlage für Hanf

Gruner_Ball.gif (257 Byte) Vertragsbedingungen

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Ein Firmenportrait der Badischen Naturfaseraufbereitung GmbH (1998)

Bernd Frank, Peter Muthmann

Die BAFA orientiert sich an folgenden von der heutigen Gesellschaft geforderten Parametern:

  • Strukturwandel in Industrie und Landwirtschaft
  • nachwachsende Rohstoffe
  • Ökologisierung der Wirtschaft
  • Innovative Unternehmensgründung
  • Schaffung neuer dauerhafter Arbeitsplätze

Nachwachsende Rohstoffe werden in unserem Wirtschaftskreislauf eine immer bedeutendere Rolle spielen. Hanf ist durch seine vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten und seine hervorragenden Eigenschaften als Kulturpflanze (kein Pflanzenschutz nötig) ein herausragender nachwachsender Rohstoff. Sein Anbau ist durch den Bundestagsbeschluß vom Frühjahr 1996 wieder möglich; allerdings fehlte bisher in der Kette zwischen Anbau und Endverbraucher noch die erste Aufbereitung.

Wir werden als dieses Bindeglied zwischen Industrie und Landwirtschaft den regional angebauten Hanf aufarbeiten, d.h. das Hanfstroh in Fasern und Schäben (holziger Anteil) trennen, beide Produkte abnehmergerecht aufarbeiten und der Industrie anbieten. Die Landwirte erhalten von uns Anbauverträge mit einem angemessenen Deckungsbeitrag. Der Standort unserer Verarbeitung ist das Industriegebiet Malsch bei Karlsruhe.

Vorteile dieses Standortes sind:

  • Die Region im Oberrheingraben ist ein traditionelles Hanfanbaugebiet
  • Im Umkreis von ca. 30 km gibt es genügend geeignete Anbauflächen für Hanf
  • Gute Infrastruktur (Autobahnnähe, Gleisanschluß)

1996 haben wir mit 120 Hektar Vertragsfläche begonnen; 1997 wurden 700 ha unter Vertrag genommen. In den folgenden Jahren soll die Anbaufläche auf 1.000 - 1.500 ha anwachsen, was einer Hanfstrohmenge von 8.000 - 12.000 t entspricht. Die Verarbeitung der Ernte `97 auf der derzeit einzigen Anlage dieser Art in Deutschland ist seit Ende August in vollem Gange. Die erhebliche Kapazitätssteigerung bei Anbau und Verarbeitung versetzt uns in die Lage die nötige Liefersicherheit unserer Produkte zu gewährleisten. Die BAFA hat sechs dauerhafte Arbeitsplätze geschaffen, wobei das Potential noch nicht ausgeschöpft ist.

Die mechanische Aufbereitung des Hanfstrohs kann so modifiziert werden, daß ein bedarfsgerechtes Angebot unserer Endprodukte möglich ist. Unsere Produkte werden unter anderem von folgenden Abnehmern nachgefragt:

für Fasern:

  • Zellstoffindustrie (Spezialpapiere, Filterpapiere)
  • Dämmstoffindustrie (Dämmvliese, Rohrummantelungen)
  • Baustoffindustrie (Faserarmierung in mineralischen Verbundstoffen)
  • Polstereibedarf (Ersatz für Schaumstoffe)
  • Automobilindustrie (Naturfaserverbundstoffe wie Türverkleidungen, Stoßstangen und
    andere Formteile)
  • Kunststoffindustrie (Armierungsfaser in natürlichen Polymeren)
  • Geotextilien (Erosionsschutz, Begrünungsvliese, Trägervliese für Rollrasen,
    Sanierung von Skipisten)
  • Absorbtionsmittel Pellets aus Kurzfaseranteilen als Katzeneinstreu oder als Ölbinder

für Schäben:

  • Dämmstoffindustrie (Schüttdämmung)
  • Baugewerbe (in Verbindung mit Kalk als Ausfachung, Dämmputz oder Estrich)

weitere Verwendung der unbehandelten Schäben:

  • Kleintier- und Pferdeeinstreu
  • Zuschlagstoff für Substratveredelung
BAFA GmbH, Stephanstr. 2, 76316 Malsch, Tel.: 07246/942374, Fax: 07246/942376
http://www.bafa-gmbh.de

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