| Nutzungsmöglichkeiten von Biogas | |
| Biogas
lässt sich grundsätzlich in allen bekannten Gasgeräten und Maschinen verwenden. Eine sehr effiziente Nutzung der hochwertigen Energiequelle Biogas stellt der Betrieb einer Kraft-Wärme-Kopplung in einem Blockheizkraftwerk dar (siehe auch). Das Biogas ist dabei Brennstoff für einen umgerüsteten Diesel- oder Benzinmotor, der zur Stromgewinnung einen Generator antreibt. Die dabei anfallende Abwärme des Motors wird als Heizwärme genutzt. Der produzierte Strom wird im Haushalt oder Betrieb verwendet und die Überschüsse in das öffentliche Stromnetz eingespeist, wofür es eine Einspeisevergütung von derzeit 15,6 Pfennig pro kWh gibt (Stand 1998, im Stromeinspeisungsgesetz festgelegte Abnahmegarantie für Strom aus land- und forstwirtschaftlicher Biomasse). Von der im Biogas enthaltenen Energie lassen sich ca. 30% als Strom und 60% als nutzbare Abwärme gewinnen. Ein Teil der Wärme wird oft direkt wieder zum Erwärmen des Gärbehälters verwendet. Die Verdichtung von Biogas zum Betrieb von Schleppern und Kraftfahrzeugen ist technisch zwar möglich, bei den derzeitigen Kraftstoffpreisen aber nicht rentabel. Außerdem ist die Zusammensetzung von Biogas wegen schwankender Substrateigenschaften nicht konstant, so dass keine gleichbleibende Treibstoffquälität gewährleistet ist. Biogasanlagen werden vor allem in Kläranlagen und landwirtschaftlichen Betrieben zur Energiegewinnung und Abfallentsorgung eingesetzt. |
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| Biogasanlagen in der Landwirtschaft | |
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In der Bundesrepublik
Deutschland gibt es rund 550 landwirtschaftliche Biogasanlagen sowie 27
größere Zentralanlagen (Funke, 1999). Die meisten Anlagen wurden bisher
in Bayern und Baden-Württemberg errichtet.
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