Zuckergewinnung aus der Zuckerrübe


Entladung und Reinigung Die Rübenernte beginnt im September (Rübenkampagne). Jeder angelieferten Fuhre werden Proben entnommen, die auf Zuckergehalt und weitere wichtige Inhaltsstoffe untersucht werden. Diese Proben und ein geschätzter Schmutzanteil sind Grundlage für die Abrechnung mit dem lieferndem Landwirt. Nach einer gründlichen Wäsche wandern die Zuckerrüben in die Fabrik.
Saftgewinnung Die Rüben werden zu Schnitzeln zerkleinert und im Brühtrog vorgewärmt. In 70 °C heißem Wasser löst sich der Zucker aus den Rübenzellen - es entsteht der Rohsaft.
Saftreinigung Unter Zusetzung von Kalk und Kohlensäure werden Nichtzuckerstoffe gebunden. Der Rohsaft wird so gereinigt. Es bleibt ein klarer Dünnsaft mit ca. 16 % Zuckergehalt zurück.
Safteindickung Der Dünnsaft wird in mehreren Stufen eingedickt, bis ein goldbrauner Dicksaft mit ca. 67 % Zuckergehalt zurückbleibt.
Kristallisation Der Dicksaft wird gekocht, bis sich goldgelbe Kristalle bilden, die mit Sirup überzogen sind. Dieser wird durch Zentrifugieren und Spülen mit Wasser und Dampf von den Kristallen entfernt. Durch mehrfache Wiederholung dieser Vorgänge entsteht die Raffinade: weißer Kristallzucker.
Nebenprodukte Die gepreßten Rübenschnitzel werden als Viehfutter verwendet. Und der bei der Saftgewinnung entstehende Carbokalk ist ein ausgezeichneter Dünger.