Marktinformationen


Information der ZMP, 11.06.99

Die Getreideanbaufläche in Deutschland ist in diesem Jahr um 1,9 Prozent auf geschätzte 6,85 Millionen Hektar gesunken. Dies geht aus dem Ergebnis der April-Befragung im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung über den Anbau wichtiger Feldfrüchte 1999 hervor.

Wie das Bundesernährungsministerium mitteilte, schränkten die Landwirte den ertragsstärkeren Wintergetreideanbau um 9,2 Prozent auf 5,13 Millionen Hektar ein. Hierunter nahm der Winterweizenanbau um ebenfalls 9,2 Prozent auf 2,49 Millionen Hektar ab. Wintergerste wird auf 1,42 Millionen Hektar angebaut, was einem Minus von 5,5 Prozent entspricht. Darüber hinaus säten die Landwirte deutlich weniger Roggen aus; 803.000 Hektar bedeuten eine Abnahme um 14,1 Prozent. Und Ein-bußen um 11,4 Prozent auf 415.100 Hektar gab es beim Anbau von Triticale.

Die Anbaufläche von Sommergetreide stieg dagegen um 35,9 Prozent auf 1,36 Millionen Hektar. Der Anbau von Sommergerste expandierte dabei um 26,8 Prozent auf 859.700 Hektar und der von Sommerweizen sogar um 286 Prozent auf 218.300 Hektar. Hafer legte um 5,7 Prozent auf 279.100 Hektar zu.

Ursache für den Rückgang der Wintergetreidefläche waren nach Angaben des Ministeriums in erster Linie ungünstige Wetterverhältnisse im vorigen Herbst. Zudem mußten im Frühjahr größere Flächen wegen Nässeschäden umgebrochen und mit Sommergetreide bestellt werden.

Zentralstelle für Markt- und Preisberichterstattung (ZMP)


Informationen des Informationsdienstes der Landwirtschaftsverwaltung Baden-Württemberg

Marktinformationen