Modellvorhaben hochölsäurehaltige Sonnenblumen

95NR051-F; "High-oleic" Sonnenblumen Modellversuch auf Stillegungsflächen
97NR056-F; Ausdehnung des Anbaus von HO-Sonnenblumen in Deutschland

Projektförderung: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML) der Bundesrepublik Deutschland
Projektbetreuung: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR)


Anbauempfehlungen aus dem Modellvorhaben 1995-1997


1998 wurden in Deutschland auf über 2000 Hektar HO-Sonnenblumen angebaut. Abnehmer war die Henkel KGaA, Düsseldorf. Ölsäurereiche Sonnenblumen bieten interessante Einsatzfelder in der Oleo-Industrie. Dort können mit den neuen Sorten Verarbeitungsschritte eingespart werden.

Für 1999 werden Anbauverträge mit Erzeugerpreisen von 46,- bis 48,-DM/dt frei Erfasserlager angeboten.
Qualitätsvoraussetzungen: 83 % Ölsäure, 2 % freie Fettsäuren, 44 % Ölgehalt, 9 % Feuchte, 2 % Besatz
Kontakt: Dr. Bernd Schlüter

!! Für den Anbau hochölsäurehaltiger Sonnenblumen zeichnen sich verbesserte Marktchancen ab.
siehe dazu Artikel:

Nischenmarkt mit guten Aussichten (R. Vetter, J. Maier 1999) Anbauerfahrungen und Ergebnisse des EU-Sortenversuchs 1998
Ein Markt, der noch wächst (BBZ 08.11.97)


Problemstellung:

  • Ölsäure wird in großen Mengen von der chemischen Industrie nachgefragt. Der Bedarf wird zum großen Teil aus Rindertalg gedeckt. Bei der technisch aufwendigen Aufbereitung wird Ölsäure mit einem Reinheitsgrad von maximal 72 % gewonnen. Durch die Verunreinigungen entstehen bei der Verarbeitung Reststoffe und Aufwand für die Reinigung des Endproduktes.
  • Hochölsäurehaltige Pflanzenöle sind reiner und damit ein wertvoller Rohstoff für die Industrie.
  • Voraussetzung für die industrielle Verwertung pflanzlicher Ölsäure ist die gesicherte Versorgung der Industrie bei gleichbleibender Rohstoffqualtiät.

Ziel:

  • Anbau hochölsäurehaltiger (HO-) Sonnenblumensorten als "alternative Rohstoffpflanze" zur Erzeugung industrieller Öle und Fette für die oleochemische Industrie.
  • Erarbeitung pflanzenbaulicher Grundlagen, um Anbauempfehlungen im Hinblick auf eine optimale Qualitätserzeugung geben zu können.

Zeitrahmen:

Teil 1:
95NR051-F
1995-1997

Koordination:
Dr. Wilfried Lühs und
Prof. Dr. Wolfgang Friedt
Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung IJustus-Liebig-Universität Giessen
Ludwigstr. 23
D-35390 Giessen
Tel.: 0(049) 641 99 37420 (37421)
Fax: 0(049) 641 99 37429
E-mail: wolfgang.friedt@agrar.uni-giessen.de
Teil 2: 97NR056-F
1998-2000
Ausdehnung des Anbaus in Deutschland
Koordination:
Dr. Bernd Schlüter
Aegidiusstr. 2
D-53332 Bornheim
Tel.: 0(049) 2222 952153
Fax: 0(049) 2222 952155
eMail: bernd.schlueter@t-online.de