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CHINASCHILF, MISCANTHUS Miscanthus sinsensis (Thunberg) Miscanthus sachariflorus Miscanthus X giganteus GREFF et DEU. Poaceae (Süßgräser) |
Foto: IfuL Müllheim |
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Allgemeines
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| Miscanthusanbau
in Baden-Württemberg: |
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| Fruchtfolge: | Mehrjähriger
Feldanbau: Chinaschilf wird als Dauerkultur angebaut, die 10 bis 20 Jahre genutzt werden kann. Aus dem unterirdischen Rhizomsystem des ausdauernden Chinaschilfs treiben alljährlich die oberirdischen Sprosse aus. Die Sprosse sterben im Herbst ab und können Ende des Winters als Trockenmaterial geerntet werden. |
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| Ansprüche
an Standort und Boden: |
Chinaschilf
kann grundsätzlich auf den meisten Ackerflächen angebaut werden,
die sich allerdings in einem guten Kulturzustand befinden sollten. Bezüglich
Nährstoffen und Pflanzenschutz ist Chinaschilf anspruchslos.
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| Arten, Sorten: | Miscanthus
sinensis Miscanthus sacchariflorus Miscanthus x giganteus |
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| Vermehrung / Anzucht / Pflanzgut | ||||||||||||||
| Vermehrung: | Da
unter mitteleuropäischen Klimabedingungen keine natürliche Vermehrung
über Saatgut möglich ist, erfolgt diese vegetativ über Rhizomteilung
bzw. Gewebekulturen. Die Pflanzen werden aus Rhizomen oder Gewebekulturen
angezogen und im Frühjahr oder Frühherbst geteilt. Nachdem sie
weiter herangewachsen sind, werden sie im Spätfrühjahr oder Frühsommer
ausgepflanzt. Grundsätzlich ist zu überdenken, ob die Mikrovermehrung die geeignete Vermehrungsmethode für Miscanthus ist. Dazu finden sich in der Literatur jedoch widersprüchliche Aussagen, nämlich daß die Mikrovermehrung die kräftigsten Pflanzen liefert (LEWANDOWSKI & KAHNT, 1995) bzw. daß die Rhizomvermehrung besser geeignet ist, etablierungssicheres Pflanzenmaterial zu produzieren (SCHWARZ et al., 1998; MÜNZER, 1998). Einige Arbeiten befassen sich auch mit der Samenvermehrung von Miscanthus (LEWANDOWSKI, 1998; DEUTER & ABRAHAM, 1998). |
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| Qualitätsansprüche an das Pflanzgut: |
Es ist eine Auswahl überwinterungsfester Genotypen erforderlich, die zugleich
den Anforderungen der Abnehmer entsprechen. Die wichtigste Voraussetzung
für einen kräftigen Wuchs und eine hohe Etablierungsrate ist die Mehrtriebigkeit
des Pflanzgutes. Optimale Wuchshöhen (aber auch nicht zu hoch) und eine
rechtzeitige Pflanzgutlieferung sollten selbstverständlich sein (PUDE, R.
und FRANKEN, H., 1999: Miscanthus - Erfolgreiche Verarbeitung. -
energie pflanzen III/IV 1998, 30-34) |
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| Pflanzung | ||||||||||||||
| Bodenvorbereitung: |
Gute tiefe, Lockerung mit Pflug im abgetrockneten Boden, ca. 20 cm tief Vorbeugende Unkrautbekämpfung mit Egge (2x) Pflanzung in Frässtreifen ist möglich |
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| Pflanztermin: |
Mitte Mai bis Mitte Juni Die Pflanzung sollte so schnell wie möglich nach dem letzten Spätfrost erfolgen, denn die Dauer der Vegetationsperiode hat maßgeblichen Einfluß auf die spätere Einlagerung von Reservestoffen und damit auf die Überwinterung der Pflanzen. |
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| Pflanzmethode: | Es können die im Gemüse- oder Tabakbau üblichen Setzmaschinen benutzt werden | |||||||||||||
| Pflanzendichte: | 1
Pflanze/m2 Beachte: Hohe Pflanzendichten (z.B. 4 Pfl./m²) mindern zwar die Auswinterung im Etablierungsjahr, in den Folgejahren kommt es dann jedoch aufgrund zunehmender Konkurrenz häufig zu Ertragseinbußen. |
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| Reihenabstand: | 0,8-1,5
m An die mechanische Unkrautbekämpfung (Hackgerät) anpassen |
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| Pflanztiefe: |
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| Bewässerung: | Reichliche Bewässerung ist für ein gutes Anwachsen der Setzlinge erforderlich, vor allem bei trockener Witterung. | |||||||||||||
| Überwinterung: |
Problem: Gefahr der Auswinterung im 1. Pflanzjahr
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| Düngung und Pflege | ||||||||||||||
| Düngung: | ||||||||||||||
| Pflege: Unkrautbekämpfung: |
Krankheiten, Schädlinge: Bis jetzt keine Bedeutung |
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| Ernte | ||||||||||||||
| Zeitpunkt: | Im
1. Jahr findet keine Ernte statt. Massebildung erst im 2 Jahr, auf ca. 3
m Höhe Geerntet wird ab dem 2. Jahr von Ende Februar bis April, d.h. am Ende des Winters bevor die neuen Sprosse austreiben. Zum Erntezeitpunkt sollte die Feuchtigkeit der Pflanzen weniger als 20 % betragen. |
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| Erntemethoden
/ -techniken |
Das Ernteverfahren muß mit den Abnehmern abgesprochen werden, da je nach
Transport, Lagerung und beabsichtigter Verwendung unterschiedliche Anforderungen
an das Erntegut gestellt werden.
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| Erträge: |
Die
Erträge hängen nicht nur vom Alter der Bestände ab, sondern
auch von der Bestandesdichte bei der Pflanzung und anderen Faktoren. Als
Anhaltspunkt:
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| Rodung: | Nach
der Ernte pflügen und Einsaat einer Kunstwiese. Häufiger Schnitt |
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| Umbruch: |
1. Grubbern 2. Spritzen: Abspritzen des Bestandes ab einer Wuchshöhe von 20 cm 3. Mähen: regelmäßiges Abmähen des Aufwuchses ab einer Wuchshöhe von 20 cm |
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| Überwinterung: | Die
Auswinterungsverluste v.a. im Pflanzjahr können sehr hoch sein. Der Wiederaustrieb von Miscanthus-Beständen in der Etablierungsphase ist abhängig von der Pflanzdichte und dem Düngemitteleinsatz. Verschiedene Miscanthus-Genotypen weichen bezüglich des Wiederaustriebs stark voneinander ab. |
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| Quellen: |
Faltblatt der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Agrarökologie und Landbau
(FAL) und der Landwirtschaftlichen Beratungszentrale, CH (LBL) und www.miscanthus.de (Dr. Ralf Pude) u.a. |
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