
In der Bundesrepublik Deutschland ist der Anbau von Nutzhanf erst 1996 erstmals wieder erlaubt worden. Im ersten Jahr sind bundesweit insgesamt 1422 ha angebaut worden, wobei in Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern Anbauschwerpunkte lagen. 1998 hat sich der Anbauschwerpunkt von Bayern nach Brandenburg und Sachsen-Anhalt verlagert. Niedersachsen ist mit gut 700 ha und Baden-Württemberg mit 400 ha weitere wichtige Hanfanbauländer. Insgesamt ist der Hanfanbau mit gut 3500 ha in Deutschland, im Gegensatz zur EU, bedeutender als der Flachsanbau (418 ha).
Die erste deutsche Hanffaseraufschlußanlage wurde 1996 in Baden-Württemberg in Betrieb genommen (Bafa). Weiterhin ist in Niedersachsen neben der holländischen Hemp-Flax eine Hanffabrik gegründet worden. Auch in Brandenburg kann Hanfstroh verarbeitet werden.
Übersicht
über Hanfanbau in der EU, der Schweiz, in Deutschland und Baden-Württemberg
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| N | = | Niedersachsen | MV | = | Mecklenburg-Vorpommern |
| BB | = | Brandenburg | NRW | = | Nordrhein-Westfahlen |
| BW | = | Baden-Württemberg | HE | = | Hessen |
| RP | = | Rheinland-Pfalz | SL | = | Saarland |
| BY | = | Bayern | SH | = | Schleswig-Holstein |
| SA | = | Sachsen-Anhalt | T | = | Thüringen |
| S | = | Sachsen |