ITADA-Projekt 9: Alternative Kulturen - Nachwachsende Rohstoffe:
Anbaueignung neuer Ölpflanzen als alternative Kulturen in der Rheinebene


BETEILIGTE PROBLEM ZIEL ERGEBNISSE SCHLUSSFOLGERUNGEN

Projektleiter: Dr. Reinhold Vetter, Institut für umweltgerechte Landbewirtschaftung Müllheim

Projektpartner: Pascal Simonin, CETIOM Laxou

Mitbeteiligte:
Regierungspräsidium Freiburg mit ÄLLB Freiburg, Emmendingen und Offenburg
Comptoir Agricole Hochfelden, Cooperative Agricole Colmar, E.T.S. Müller
Chambre d’Agriculture Bas-Rhin, Chambre d’Agriculture Haut-Rhin

PROBLEM

Gemäß den Beschlüssen zur Reform der gemeinsamen Agrarpolitik ist es möglich, auf stillgelegten Flächen nachwachsende Rohstoffe anzubauen. Zum Anbau auf stillgelegten Flächen eignen sich neben Raps prinzipiell auch andere Arten von Ölsaaten, deren Öle industriell verwertet werden können. Sie sollen auf ihre Anbauwürdigkeit in der Oberrheinebene geprüft werden.

ZIEL

Die Untersuchungen sollen Hinweise geben, welche Ölpflanzen für den Anbau in der Rheinebene geeignet sind. Hierzu ist bei neuen Kulturen auch die Anbautechnik in der Praxis zu erproben. Bei dem Ziel einer industriellen Verwertung der Öle sind vor allem die erzielbaren Produktqualitäten entscheidend. Hierzu sollen Aussagen getroffen werden.

ERGEBNISSE

Die erzielten Erträge sind bei hochölsäurereichen Sonnenblumen, Öllein, Saflor, Crambe und Rizinus durchaus interessant. Auch Leindotter zeigt auf guten Böden ein Ertragspotential, das eine weitere Entwicklung nicht abwegig erscheinen läßt. Die Fettgehalte liegen zumeist in Bereichen, die von der Literatur her bekannt sind. Die Fettsäuremuster weisen durchweg auf Qualitäten hin, die für industrielle Anwendungszwecke interessant sind.

SCHLUSSFOLGERUNGEN

Die Anbauversuch mit Ölsaaten in Jahren 1994 und 1995 weisen darauf hin, daß in der Rheinebene durchaus mehrere Arten von Ölsaaten erfolgreich kultiviert werden können. Landwirte und Handel haben die Möglichkeit, durch die hochölsäurereichen Sonnenblumen und durch Öllein schon derzeit neue Märkte zu beliefern.

EMPFEHLUNGEN

Weiterführung der Sortenprüfungen. Neue Sorten sind zu prüfen. Landwirte und Handel sind über die Ergebnisse zu informieren.