AAC: Europäischer
Verband der Getreidestärke-Industrie
ADNR - Arbeitsgemeinschaft
für Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen e.V.,Tulpenweg 37, D-53229 Bonn,
Tel: 0228/948-25-39. Verbandsporträt hier.
Aerob: Unter Zutritt
von Sauerstoff. Der aerobe Abbau von organischer Substanz durch Mikroorganismen
(Pilze und Bakterien) liefert als Hauptprodukt Kohlendioxid (CO2).
AGA: Arznei-, Gewürz- und Aromapflanzen
Alaun: weißes, kristallines Pulver, das in der Pflanzenfärberei
oder Ledergerberei als Beizmittel eingesetzt wird.
Alkaloide: Stickstoffverbindungen
aus einem oder mehreren heterocyclischen Ringen; bilden Salze mit organischen
Säuren; kommen in allen Pflanzenteilen vor; häufig starke Wirkung auf den menschlichen
oder tierischen Organismus; Beispiele: Cocain, Morphin, Nicotin, Coffein
Verwendung: häufig Schmerzmittel, Gifte, Rauschmittel
Alkanna:
Färbepflanze aus Südeuropa, auch Ochsenzunge genannt. Sie gibt rötlich
braune Farbtöne, je nach Aufbereitung.
Altholz: Holzbauteile, -produkte und -materialien aus Gebäudeabbrüchen, Umbauten, Renovationen (z. B. Balken, Böden, Decken, Treppen, Fenster, Türen, Tische, Schränke, Stühle, Kisten, Paletten, Schalungen und Gerüste). Altholz kann naturbelassen, behandelt (z. B. Eisenbahnschwellen, Telefonmasten) und beschichtet (z. B. Furniere, Melaminbeschichtungen) sein. Je nach Behandlung und Beschichtung kann Altholz in unterschiedliche Klassen unterteilt werden, die nur in bestimmten Feuerungsanlagen verbrannt werden dürfen.
Ammoniak (NH3):
Farbloses, stechend riechendes, giftiges und reizendes Gas. Entsteht beim biologischen
Abbau stickstoffhaltiger Stoffe. Geringer anthropogener Anteil an Ammoniak-Emissionen,
v.a. aus der Landwirtschaft.
Amylose, Amylopektin: Der Anteil dieser beiden Polysaccharide variiert in
unterschiedlichen Stärkearten. Amylose ist kettenförmig (α-1,4,glycosidische
Bindung) aus durchschnittlich 250 bis 1.000 Glucoseeinheiten (GE) aufgebaut.
Sehr stark schwankend ist der Polymerisationsgrad von Amylopektin (α1,4-
und -1,6-glycosidische Bindung): durchschnittlich 1000 bis zu 100.000 GE. Amylose
besitzt eine helixartige Struktur (eine Wendel besteht aus 6 GE) und gibt mit
Iod-Kaliumiodid-Lösung eine charakteristische Blaufärbung (Iod-Nachweis-Reaktion).
Anaerob: Ohne Zutritt von Sauerstoff. Der anaerobe Abbau von organischer
Substanz durch Mikroorganismen (Pilze und Bakterien) liefert zahlreiche organisch-chemische
Verbindungen, als Endprodukt größtenteils Methan (CH4)
Aquatoxizität: Toxizität
ist eine aus dem griechischen abgeleitete Bezeichnung für Giftigkeit. Aquatoxizität
bezieht sich auf die Giftigkeit gegenüber in Wasser und Gewässern
vorkommenden Lebewesen wie Fische, Krebse und Bakterien.
Arvenöl: wasserhelles Öl der Zirbelkiefer mit strengem, aber auch
wohlriechendem Duft. Es schützt vor Textilmotten und anderen Insekten.
Asche: Bei der restlosen Verbrennung (Veraschen) von organischen Substanzen
zurückbleibende anorganische Bestandteile. Es handelt sich hierbei um ein Gemisch
von Carbonaten, Sulfaten, Phosphaten, Chloriden und Silicaten der Alkali- und
Erdalkalimetalle sowie Eisenoxiden und dergleichen. Aufgrund ihres hohen Mineralstoffanteils
können Holzaschen als Düngemittel verwendet werden.
Aschegehalt: ist die Menge an Verbrennungsrückstand, die beim Glühen
des Brennstoffes unter festgesetzten Bedingungen entsteht, zumeist angegeben
in Gewichts-Prozent. Bei vollständiger Verbrennung von Holz bleiben je 100 kg
Brennstoff zwischen 0,2 und 0,6 kg Asche zurück.
Atmosphäre: Die Atmosphäre ist die Lufthülle der Erde, sie wird in Schichten
unterteilt. Die untere ist die Troposphäre, die sich bis in eine Höhe von etwa
12 km ausdehnt. Trockene Luft der Troposphäre setzt sich aus 78 % Stickstoff
(N2), 21 % Sauerstoff (O2), 0,03 % Kohlenstoffdioxid
(CO2) und 0,97 % Edelgasen zusammen. Die Troposphäre enthält den
größten Teil des atmosphärischen Wasserdampfs. Darüber befindet sich die Stratosphäre,
die sich bis auf 50 km Höhe ausdehnt. Sie enthält die für das Leben auf
der Erde wichtige, weil vor kurzwelliger UV-Strahlung schützende Ozon-Schicht,
die durch Chlor-Fluor-Kohlenwasserstoffen (CFKW) . z. B. als Treibgas in
Sprays, als Kältemittel oder andere Emissionen - gefährdet wird.
Auggen: Versuchsstandort des Instituts für umweltgerechte Landbewirtschaftung
Müllheim in D-Baden-Württemberg.
Höhe: 232 m NN - ØNiederschlag: 650 mm/a - ØTemperatur: 9,5 ºC - Parabraunerde
Ätherische Öle: flüchtige, ölige Kohlenstoffverbindungen
sehr komplizierter, heterogener Zusammensetzung aus Alkoholen, Estern, Ketonen,
Lactonen, Terpenen; oft sehr charakteristischer Geruch; können in allen Pflanzenteilen
vorkommen>
Verwendung: Aromatherapie, Düfte, Kosmetika
- B -
Bagasse: Reststoff, der bei der Zuckergewinnung aus Zuckerrohr anfällt.
Das faserreiche Pflanzenmaterial dient getrocknet als Heizmaterial oder als
Rohstoff zur Papier-, Pappe- und Baumaterialherstellung.
BAW (Biologisch abbaubarer Werkstoff): kunststoffanaloger Werkstoff der
zusätzlich biologisch abbaubar ist
BfArM: Bundesopiumstelle, Genthiner Straße 38, D-10785 Berlin, Tel. 0(049)
30-45 48 51 01
Benzoeharz: javanischer Weihrauch, ein nach Vanille duftendes Harz. Es
ist ein Bindemittel-Bestandteil für Mal- und Künstlerfarben.
Biodiesel: Trivialname
für Pflanzenölmethylester (PME). In Deutschland wird überwiegend Rapsölmethylester
(RME) als Biodiesel eingesetzt. RME besitzt ähnliche Eigenschaften wie konventioneller
Dieselkraftstoff und kann in herkömmlichen Dieselmotoren eingesetzt werden.
Bioenergie: Sammelbegriff für Energieformen, die aus unterschiedlichen
Arten von festen, flüssigen oder gasförmigen Biomassen gewonnen werden.
Biogas: Auch Klärgas, Sumpfgas oder Faulgas genannt. Entsteht durch anaeroben
Abbau organischer Substanz und besteht zum überwiegenden Teil aus Methan. Biogas
lässt sich durch Verbrennung in Gasmotoren (Kraft-Wärme-Kopplung) zur Energiegewinnung
einsetzen.
Biogen: Auf die Tätigkeit von Organismen zruückgehend oder aus
abgestorbenen Organismen gebildet.
Biologische Vielfalt: (Biodiversität) Mannigfaltigkeit der Formen von Lebewesen.
Gewöhnlich wird zwischen drei Ebenen von Vielfalt unterschieden, die jedoch ineinander
übergreifen: genetische Vielfalt, Artenvielfalt und Ökosystemvielfalt.
Biomasse: Gesamtheit der durch Pflanzen und Tiere anfallenden bzw. erzeugten
organischen Substanz. Beim Einsatz von Biomasse zur Energiegewinnung wird unterschieden
zwischen nachwachsenden Rohstoffen und organischen Reststoffen.
Bei der Verwertung von Biomasse
kann es sich handeln um:
Festbrennstoffe aus Lignozellulose (z. B. aus schnellwachsenden Baumarten),
um Erzeugung pflanzenbürtiger Kraftstoffe (z. B. Ethanol, Pflanzenöl, Pflanzenölmethylester)
aus zucker-, stärke- oder ölhaltigen Pflanzen (z. B. Zuckerrüben, Kartoffeln,
Raps), oder um Wärme- und Stromerzeugung aus gasförmigen Energieträgern (z. B.
Biogas aus Gülle, Deponiergas, Klärgas).
Biopolymere: Von
lebenden Organismen aus gleichartigen Grundbausteinen aufgebaute Makromoleküle,
die in der Natur als Gerüst- und Festigungsmaterial, aber auch als Energie-
und Informationsspeicher in vielfältiger Zusammensetzung auftreten. Bekannte
Beispiele sind die Polysaccharide Zellulose und Stärke, sowie die DNS (Desoxyribonucleinsäure
als genetischer Informationsspeicher).
Birkenblätter: werden zum Färben von Textilien verwendet. Der
gelbe Farbstoff kann mit Beizen bis olivgrün abgewandelt werden.
Blauholz: Kernholz
eines in Plantagen kultivierten Baumes, z.B. in Mexiko. Wird zum Färben
von Naturtextilien und Leder verwendet. Die Farbstoffnuancen liegen in Blau-,
Violett- und Schwarz-Bereichen.
BLE: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Adickesallee 40, D-60322
Frankfurt am Main,
Tel.: 0(049)69-1564-0
Blockheizkraftwerk: (BHKW) Anlage zur lokalen Erzeugung von Energie (gleichzeitig
Wärme und Strom) nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Mit einem
stationären Verbrennungsmotor, einer kleinen Gasturbine oder einer Brennstoffzelle
wird Strom erzeugt. Die dabei entstehende Abwärme wird zur Warmwasserbereitung
und zu Heizzwecken genutzt. Als Brennstoff kann beispielsweise Dieselkraftstoff,
Erdgas oder Pflanzenöl eingesetzt werden.
Vorteilhaft ist der optimierte Brennstoffeinsatz, eine rationellere Nutzung
von Energiereserven und eine Senkung der CO2-Emissionen.
Borax: natürlich vorkommendes Natriumsalz der Borsäure, das überwiegend
als Holzschutzmittel eingesetzt wird, bei Baustoffen als Brandschutzmittel.
Die Umweltverträglichkeit dieses Mittels ist durch die Einlagerung des
Salzes im Holz gegeben, es gast nicht aus.
Borsäure: eine in Quellwässern natürlich vorkommende Säure.
Der Einsatz erfolgt wie bei Borax.
Brandschutzklasse (Baustoffklasse,
Brennbarkeitsklasse) : Das Brennverhalten von Baustoffen wird in Deutschland
nach DIN 4102 klassifiziert. Baustoffe werden in nichtbrennbare Klassen (A1
= ohne organische Inhaltsstoffe und A2 = mit organischen Inhaltsstoffen) und
brennbare Klassen (B1 = schwer entflammbar, B2 = normal entflammbar und B3 =
leicht entflammbar) eingeteilt. Die Brandschutzklasse ist ein entscheidendes
Kriterium (neben z.B. mechanischen Eigenschaften) für die Zulassung von
Baustoffen für bestimmte Einsatzzwecke. Die Verwendung von leicht entflammbaren
Baustoffen ist im Bauwesen gesetzlich verboten.
Brennholz: Holz (mit oder ohne Rinde), das zum Einsatz als Brennstoff
bestimmt ist. Dazu gehören neben dem 1 m langen Brennholz (Scheitholz, Prügel,
Reisprügel) auch Schwarten, Spreißel, Hackholz.
Brennwert: HO (früher oberer Heizwert). Als Brennwert (Symbol
HO) wird der Quotient aus der bei vollständiger Verbrennung einer
bestimmten Brennstoffmenge freiwerdenden fühlbaren Wärmemenge und der Masse
dieser Brennstoffmenge bezeichnet, wenn das bei der Verbrennung gebildete Wasser
flüssig vorliegt und wenn die Temperatur des Brennstoffes vor der Verbrennung
und die Temperatur der entstandenen Produkte nach der Verbrennung den jeweils
festgelegten gleichen Wert hat. Das vor dem Verbrennen im Brennstoff vorhandene
Wasser und das beim Verbrennen der wasserstoffhaltigen Verbindungen des Brennstoffs
gebildete Wasser muss nach der Verbrennung in flüssigem Zustand und die Verbrennungsprodukte
von Kohlenstoff und Schwefel gasförmig vorliegen. Eine Oxidation des Stickstoffs
darf nicht stattfinden. Als bezogene Größen haben der spezifische bzw. der molare
Heizwert die Dimension kJ/kg bzw. kJ/mol und der auf das Normvolumen bezogene
die Dimension kJ/m3.
Bundessortenamt: Deutsche Stelle zur Erteilung des Sortenschutzes und
der Sortenzulassung
- C -
CAC: Cooperative Agriculture Colmar
Campher: Aus dem Holz des in Japan, China und auf Formosa vorkommenden
Campherbaums destillierte harzartige Verbindung.
Cannabinoide: Die aus Cannabis-Arten isolierbaren Inhaltsstoffe, z.B.
Tetrahydrocannabinol (THC) und deren synthetische Derivate, die eine psychotrope
Wirkung und auch eine Reihe anderer pharmakologischer Effekte besitzen.
C.A.R.M.E.N. e.V.: Centrales Agrar-Rohstoff-Marketing-und Entwicklungs-Netzwerk,
Technologiepark 13, 97222 Rimpar, Tel. 09365 / 8069 0, Fax 09365 / 8069 55 ,
http://www.carmen-ev.de/
( Bayerischen Koordinierungstelle für nachwachsende Rohstoffe)
Carnaubawachs: Hartes, wasserabweisendes Wachs, das aus den getrockneten
Blättern der brasilianischen Fächerpalme Copernicia prunifera gewonnen
wird. Der Wachsstaub wird von den angetrockneten Palmenblättern abgebürstet,
geschmolzen und filtriert. Aus ca. 100 g Blattmaterial lassen sich ca. 5 g Carnaubawachs
herstellen.Carnaubawachs besteht aus ca. 85% Wachsestern, 3-5% freien Wachssäuren
und ca. 11% Wachsalkoholen. Dieses Wachs ergänzt durch besondere Härte
die mechanische Belastbarkeit aller weichen Wachse, es findet daher vor allem
Verwendung für Fußboden- und Möbelwachse.
Casein: Wichtigster Eiweißbestandteil der Milch, der durch Milchsäuregärung
(Milchgerinnung) aus entrahmter Kuhmilch gewonnen wird. Casein wird zur Herstellung
von Kunststoffen und als Bidenmittel in Klebstoffen und Dispersionsfarben verwendet.
Caseinfarben: Wässrige Dispersionsfarben mit Casein als Bindemittel.
In Kalk-Caseinfarben ist Kalk zugesetzt, der eine desinfizierende Funktion übernimmt.
In Caseinfarben ohne Kalk können Konservierungsmittel enthalten sein. Auf
mineralischen Untergründen bleibt der Anstrich diffusionsoffen. Caseinfarben
sind problemlos zu entsorgen, z.T. sogar kompostierbar.
Cedernholzöl: ätherisches Öl, das aus verschiedenen Zedernarten
gewonnen wird. Dieses Öl dient zur Aromatisierung vieler Seifen und Reiniger
sowie als Bestandteil in Insektenabwehrmitteln.
Cellulose: s. Zellulose
CETIOM:
Centre Technique Interprofessionnel des Oléagineux Métropolitains, 174 Avenue
Victor Hugo, 75116 Paris,
Tel.: 0(033) 1 44347200, Fax: 0(033) 1 447559409
Chinaschilf: Trivialname für verschiedene Miscanthus-Arten.
CO2: siehe Kohlenstoffdioxid.
Cochenille: roter Farbstoff einer auf den Kanaren und in Mexiko verbreiteten
Schildlausart. Verwendung als Pigment in Farben.
Copalharz: bernsteinartige, harte Harze verschiedener Herkunft, die sich
durch einen hohem Schmelzpunkt auszeichnen. Es kann sich dabei sowohl um rezente,
als auch um (sub-)fossile Harzausscheidungen handeln. Kopal dient zur Herstellung
von Lacken und Firnissen. Er löst sich in Alkohol und ergänzt Schellack
in seinen Eigenschaften. Beispiele sind: Baumkopal (aus der neuseeländischen
Kaurifichte, Agathis australis), Manilakopal (aus dem Dammarabaum, Agathis dammara,
der Philippinen und Sundainseln), Sansibarkopal (Ostafrikanische Trachylobium
verrucosum) u.a.
Cut-off-Methode:
Berechnung der Energiebilanzen eines Stoffes erst vom Zeitpunkt seines Einsatzes
an. In dieser Studie wird z.B. bei Rückständen aus Fettabscheidern
(und auch bei anderen Reststoffen) nicht die Energiebilanz des gesamten Stoffstromes
betrachtet, die vom Anbau von Ölpflanzen bzw. der Aufzucht von Tieren über
die primären Verwendugen bis hin zum entsorgungspflichtigen Rückstand
führt, sondern erst die zur Weiterverarbeitung dieser Rückstände
erforderliche Energie. Diese Vorgehensweise kann nur dann gerechtfertigt werden,
wenn die Rückstände nicht eigens zum Zwecke ihrer Weiterverwendung
produziert werden.
- D -
Dämmstoffe: Bei
der Auswahl von Dämmstoffen sind sowohl wärmedämmende als auch
schalldämmende Eigenschaften immer gemeinsam zu betrachten und entsprechend
dem Verwendungsort und der Verwendungsart zu bewerten. S. Wärmedämmung
und Schalldämmung.
Dammar: Naturharz verschiedener tropischer Bäume (Dammarbaum). Wird
duch Sammeln fossiler Harze bzw. durch Zapfen rezenter Harze gewonnen. Verwendung
v.a. in der Lackindustrie als Bindemittel für hochglänzende Ölfarben
und Firnisse. Wichtig auch bei der Herstellung von Naturharzlacken.
Dampfdiffusionswiderstand μ (bei Dämmstoffen): Widerstand,
den ein Material der Diffusion von Wasserdampf entgegensetzt. Bei Baustoffen
wesentliche Eigenschaft, deren Berücksichtigung es erlaubt, bei der Konstruktion
von Bauten die Bildung von Kondenswasser zu verhindern.
Darrdichte:
Rohdichte bei einem Wassergehalt von 0 %
Derbholz: Oberirdische Holzmasse ab 8 cm (früher 7 cm) Zopfstärke in
Rinde. Das bei der Fällung am Stock bleibende Schaftholz zählt nicht dazu.
Dextran: durch Bakterien aus Glucose hergestellter Blutplasmaersatz
Dolomit: kristalliner Füllstoff mit hohem Weißgrad. Er wird
in Lagerstätten abgebaut und in Dispersions- und Rostschutzfarben, aufgrund
hoher mechanischer Festigkeit, eingesetzt.
Drillsaat: Aussaat mit einer Drillmaschine in Reihen.
DSV: Deutsche Saatveredlung Lippstadt-Bremen GmbH, Weissenburger Str.
5, D-59557 Lippstadt, Tel.: 0(049) 2941 2960,
Fax: 0(049) 2941 296 100, eMail: dsv-Lp@dsv-saaten.de,
http://www.dsv-saaten.de
Duroplaste: Polymere mit vernetzter Struktur, die beim Erwärmen
nicht erweichen und sich bei höheren Temperaturen zersetzen.
dt/ha: Dezitonne
pro Hektar (100kg/10.000 m2)
- E -
Eichenrinde: die getrocknete Rinde junger Stämme und Zweige der
Stiel- oder Sommereiche sowie der Stein- oder Wintereiche. Sie findet Verwendung
in der Gerberei und Pflanzenfärberei.
Emissionen: nennt man alle Absonderungen, die von festen oder beweglichen
Anlagen (Maschinen, Kraftwerken, Autos) oder Stoffen (Abfall, Chemikalien usw.)
in Form von Gas, Staub, Geräuschen, Strahlen, Wärme und Erschütterungen an die
Umgebung (Umwelt) abgegeben werden. Zum Schutz von Menschen und Umwelt werden
in Rechtsvorschriften (Technischen Anleitungen, z. B. TA Luft) Emissionsgrenzwerte
festgelegt. Emissionen, die auf Mensch und Tier, Natur und Umwelt, Luft, Wasser
oder Boden einwirken, werden an dem Ort, an dem sie eine Wirkung entfalten,
Immissionen genannt. Das Auftreten einer Immission unterscheidet sich meist
erheblich von der Emission (z. B. wegen Verdünnung in der Atmosphäre oder biologischem
Abbau im Wasser).
Endenergie: Energiegehalt von Endenergieträgern
bzw. Endenergieströmen, die der Endverbraucher letztlich bezieht. Endenergie
resultiert aus Sekundär- oder ggf. Primärenergien,
vermindert um die Umwandlungs- und Verteilungsverluste, den Eigenverbrauch der
Energieumwandlungen bis zur Endenergie sowie den nicht-energetischen Verbrauch.
Sie ist für die Umwandlung in Nutzenergie verfügbar.
Endenergieträger können sein: Briketts, Benzin, Heizöl, Erdgas,
Stom, Hackschnitzel, Fernwärme. Endenergie beträgt durchschnittlich
nur noch 66% der primärenergie.
Energie: Nach Max Planck die Fähigkeit eines Systems, äußere
Wirkungen hervorzubringen. Es kann zwischen mechanischer Energie, thermischer,
elektrischer und chemischer Energie, Kernenergie und Strahlungsenergie unterschieden
werden. Energie kann man nicht herstellen oder vernichten, sondern nur von einer
Form in eine andere umwandeln. So wird z. B. bei der Stromgewinnung aus
Biomasse chemisch gebundene Sonnenenergie zuerst in Wärmeenergie, dann in mechanische
Bewegungsenergie und schließlich in elektrische Energie überführt (s. auch Primär-,
Sekundär-, End- und Nutzenergie).
Die Einheiten der Energie sind im internationalen Einheitensystem (SI, Systeme
International d'Unites): Joule, Wattsekunde, Elektronenvolt u. Newtonmeter.
In der praktischen Energieanwendung wird Nutzenergie in erster Linie als Kraft
(mechanische Energie), Wärme (thermische Energie) und Licht (Strahlungsenergie)
nachgefragt.
Energiehackgut: Hackgut, das zur energetischen Nutzung bestimmt ist.
Energiepflanzen: werden zum Zwecke der Energiegewinnung (z. B. Verbrennung)
angebaut. Als Energierohstoff können die ganzen Pflanzen, Pflanzenteile oder
Pflanzenabfälle eingesetzt werden.
Energiepolitik: Die Summe der Maßnahmen, die von staatlicher Seite ergriffen
werden, um Art und Umfang der Produktion, der Verteilung und des Verbrauchs
von Energie zu beeinflussen. Beispiele sind Regelungen zur Sicherstellung einer
umweltverträglichen Energieversorgung, die Besteuerung bestimmter Energien zur
Preisbeeinflussung, das Einwirken auf die Wahl von Energieträgern durch Emissionsobergrenzen
sowie internationale Verträge über den Im- und Export von Energieträgern.
In ihren Auswirkungen betrifft die Energiepolitik jeden Bürger und jedes Unternehmen
und wirkt in praktisch jeden Lebensbereich hinein. Sie ist eines der zentralen
Felder auch der Umweltpolitik.
Energieträger: Stoffe oder physikalische Erscheinungen, in denen Energie
gespeichert ist. Aus Energieträgern kann direkt oder durch eine bis mehrere
Umwandlungen Nutzenergie gewonnen werden. Sie können
nach dem Grad der Umwandlung unterteilt werden in Primär-,
Sekundär- und Endenergieträger.
Erdgas: Brennbare, in der Erdkruste vorkommende, hauptsächlich aus gesättigten
Kohlenwasserstoffen bestehende Gase, die je nach ihrer Herkunft unterschiedliche
Zusammensetzung aufweisen. In erster Linie besteht Erdgas aus Methan (ca. 85 %).
Der mittlere Heizwert (HU) liegt zwischen 32 und 38 MJ/m3.
Erdgas gilt als der umweltfreundlichste fossile Brennstoff wegen der geringen
Schwefeldioxid- und Kohlenstoffdioxid-Emissionen bei seiner Verbrennung.
Erdöl: ist einer der wichtigsten fossilen Rohstoffe, der zur Erzeugung
von Benzinen, Dieselkraftstoffen, Heizöl und Kunststoffen verwendet wird.
Erneuerbare Energien (Regenerative Energien)
sind Energieträger, die "unendlich" lange zur Verfügung stehen, im Unterschied
zu den fossilen Energieträgern (wie Kohle, Erdöl, Erdgas oder spaltbare Elemente),
die an begrenzte Stoffvorräte gebunden sind. Zu den Erneuerbaren Energien zählen
u. a. Sonnenenergie (Solarthermie, Photovoltaik), Wind- und Wasserkraft,
Geothermie (Erdwärme) und die Energie aus der Verbrennung von Biomasse.
In der Energieversorgung Deutschlands spielen die erneuerbaren Energien noch
eine relativ geringe Rolle.
EU 15: 15 EU-Staaten mit Österreich, Finnland und Schweden
Eukalyptusöl:
ätherisches Öl aus vielen verschiedenen Eukalyptusarten, die hauptsächlich
in Australien aufbereitet werden. Das Öl findet in Insektenvertreibunngsmitteln
Verwendung.
EUROPAM: Europam ist eine europäische Vereinigung von Arznei- und Gewürzpflanzenanbauern.
Vorsitzender der Europam ist: Mr. James Lambe, Managing Director, Castle Aromatics,
Ross-on-Wye, Herefordshire, HR 9 7 UW, UK
Extruder: Maschine zur kontinuierlichen Verarbeitung plastischer Kunststoffe.
Darin wird der Kunststoff geschmolzen, vermischt und durch Düsen in Formteile
gepresst.
- F -
FAL: Eidgenössische Forschungsanstalt für Agrarökologie und Landbau
Postfach
CH-8046 Zürich
Tel.: 0(041) 1 377 7111, Fax: 0(041) 1 377 7201, http://www.admin.ch/sar/fal
FAO-Zahl: Bis 1998 galt die FAO-Zahl als Maßzahl für die Reifezeit einer
Maissorte. Sie wird seit 1999 von der Reifezahl abgelöst.
Eine Differenz von 10 FAO-Einheiten gab unter mitteleuropäischen Verhältnissen
einen Reifeunterschied von 1-2 Tagen oder 1-2 % im Trockensubstanzgehalt der
Körner zum Zeitpunkt der Reife wieder. Zur Berechnung der FAO-Zahl wurde vom
Bundessortenamt der TS-Gehalt des Kolbens herangezogen. Zwischen
Silo- und Körnermais wurde hierbei nicht unterschieden.
Tabelle: Einteilung des Maissortiments in Reifegruppen und deren Ansprüche an
die Temperatur
|
Reifegruppe
|
FAO-Zahl
|
tägl.
Durchschnittstemperatur
(Mai-September) |
|
früh
|
bis
220
|
14,0-15,0
|
|
mittelfrüh
|
230-250
|
15,0-15,5
|
|
mittelspät
|
260-290
|
15,6-16,4
|
|
spät
|
300-350
|
16,5-17,4
|
Färberginster:
halbhoher Strauch, der in England und im mittleren sowie südlichen Europa
heimisch ist. In der Pflanzenfärberei werden Blüten, Blätter
und die dünnen Zweige verwendet. Der gelbe Farbstoff ist für alle
Naturtextilien geeignet.
Feinhackgut: Gehäckseltes Holz, das - von wenigen Grobanteilen abgesehen
- aus Stücklängen unter 3 cm besteht.
Feinstflug- oder Gewebeasche: Die Aschefraktion, die in (den Multizyklonen
meist nachgeschalteten) Elektro- oder Gewebefiltern abgeschieden wird
bzw. als Kondensatschlamm in Rauchgaskondensationsanlagen anfällt. Bei
Biomasseheizwerken ohne entsprechende Apparate zur Feinstflugaschenabscheidung
verbleibt diese als Reststaub im Rauchgas.
Feldröste: Vorgang bei der Flachsernte, der dem natürlichen
Faseraufschluss dient. Bei der Feldröste werden durch einen Fermentationsprozess
die Pektine und Lignine, die die Klebestoffe zwischen den Fasern und den holzigen
Pflanzetielne bilden, abgebaut und somit die Flachsfasern aufgeschlossen und
vom Holz gelöst.
Festmeter (Fm): In der Forst- und Holzwirtschaft übliche Maßeinheit für
die Holzmasse (Stammholz), die dem Rauminhalt eines Kubikmeters (m³) entspricht.
Fermentation: Durch Fermente (= Enzyme, Biokatalysatoren) bewirkte biochemische
Umsetzung. Mikroorganismen (Pilze, Hefen, Bakterien) setzen in ihrem Stoffwechsel
einfache Nährstoffe wie Kohlenhydrate in bestimmte Substanzen um, die als Rohstoffe
in der Industrie genutzt werden. Die Reaktion erfolgt industriell in Fermentern,
in denen definierte Umweltbedingungen hergestellt werden können. Bei der Fermentation
spielen gentechnisch veränderte Organismen eine immer zentralere Rolle.
Fettsäuren: Gruppenbezeichnung für aliphatische Carbonsäuren
mit nahezu ausschließlich unverzweigter Kohlenstoff-Kette.
Feuerungsanlagen sind Einrichtungen zur Erzeugung von Wärme durch Verbrennung
von festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen. Sie dienen zur Dampferzeugung
oder Erwärmung von Wasser oder sonstigen Wärmeträgermedien für Industrie, Gewerbe
oder Gebäudeheizungen. An Reststoffen aus Feuerungsanlagen fallen vor allem
Aschen (Schlacken) und Filterstäube an.
Filter: Technische Anlage zur Entfernung oder Verringerung von umweltrelevanten
Emissionen (insbesondere Partikel). Üblicherweise werden in der Abluftreinigung
Elektro- Gewebe- und Keramikfilter verwendet.
Flachsvliesstoffe: Lockere Materialien, die aus Flachskurzfasern hergestellt
werden, deren Zusammenhalt im Allgemeinen durch die den Fasern eigene Haftung
gegeben ist. Die Vliese können mechanisch durch Vernadeln verfestigt werden.
Flammpunkt: Die niedrigste Temperatur einer brennbaren Flüssigkeit,
bei der sich unter genormten Bedingungen ein fremdentzündbares Dampf/Luft-Gemisch
bildet. Wichtig für die Lagerungs- und Transportauflagen.
Fließpunkt: Unspezifische, nicht durch Normen abgedeckte Bezeichnung
für diejenige Temperatur, bei der ein Feststoff (Probekörper) unter gegebenen
Messbedingungen zu fließen beginnt bzw. auf ein Drittel seiner Größe auseinandergeflossen
ist.
Flüchtige Bestandteile: Gasförmige Verbindungen, die unter festgelegten
Bedingungen beim Erhitzen und Zersetzen organischer Brennstoffe entweichen.
FIBRE: Faserinstitut Bremen e.V., Wachtstr. 17-24, D-28195 Bremen
Forschungsinstitut in Verbindung mit der Universität Bremen, Fachbereich Produktionstechnik-Werkstofftechnik
FNR: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, D-Gülzow, http://www.fnr.de
Fossile Brennstoffe / Energieträger / Ressourcen: In der erdgeschichtlichen
Vergangenheit aus Pflanzen entstandene feste, flüssige oder gasförmige
Primärenergieträger wie Kohle, Torf, Erdöl und Erdgas. Durch die Verbrennung
fossiler Ressourcen werden erhebliche Mengen an CO2 freigesetzt (Treibhausproblematik).
- G -
Galläpfel: hohle Gebilde und Gewebswucherungen bei Pflanzen, die durch
tierische Gallmücken, Gallwespen oder Pilze verursacht werden. Sie enthalten
Gerbstoffe (Tannine), die in der Färberei eingesetzt werden.
Gerbstoffe: Ester aus mehrwertigen Alkoholen
oder Zucker mit Phenolcarbonsäuren (Tannine, franz. tanin=Gerbstoff);
in Holz, Rinde, Blättern, Früchten, Pflanzengallen vorkommend;
Verwendung: Ledergerberei, Medizin (Abstringens, blutstillend,
entzündungshemmend)
Gewebefilter sind Oberflächenfilter, die aus lose aufgeschütteten oder
fest miteinander verbundenen Faserschichten oder Körnern bestehen und zur Entstaubung
eingesetzt werden. Beim Gewebefilter sollen möglichst wenig Staubpartikel
aus dem Abgasstrom in das Filtermedium eindringen. Auf der Filteroberfläche
entsteht mit der Zeit ein Staubkuchen, der das eigentliche, hochwirksame Filtermedium
darstellt. Durch das allmähliche Anwachsen der Filterschicht entsteht ein Druckverlust
im Abgasstrom. Deshalb muss der Staubkuchen von Zeit zu Zeit vom Filtermedium
entfernt werden, z.B. durch automatische Druckimpulse.
Glühverlust: Bezeichnung für die Gewichts-Differenz zwischen Abdampf-
und Glührückstand bzw. zwischen Trockengewicht und Gewicht des Glührückstandes,
je nachdem, ob man von flüssigen oder festen Stoffen ausgeht. Meist wird dieser
Begriff verwendet für die Massendifferenz vor und nach der Konditionierung einer
Probe während zwei Stunden bei 550 °C bezogen auf die Ausgangsmasse. Der Glühverlust
von Staub ist ein grobes Maß für den Gehalt an organischen Stoffen und gibt
einen Hinweis auf die Vollständigkeit der Verbrennung.
Glucose: Dextrose oder Traubenzucker ist im Tier- und Pflanzenreich weit
verbreitet und stellt das wichtigste Monosaccharid des tierischen Organismus
und zugleich die häufigste natürliche organische Verbindung dar.
Glycerin (1,2,3-Propantriol): Farblose, zähe Flüssigkeit, natürlicher
Bestandteil pflanzlicher und tierischer Fette, z.B. von Olivenöl und Kokosfetten.
Wird durch Verseifung gewonnen. Glycerin ist ein Emulgator und wird u.a. für
die Kosmetik- und Waschmittelindustrie verwendet.
Glykoside: große Stoffgruppe, bei der ein Kohlenhydratanteil
durch glycosidische Bindung mit einem Nichtkohlenhydratbestandteil verbunden
ist; der Nichtkohlenhydratbestandteil wird auf diese Weise wasserlöslich; Beispiel:
Digitalis
Verwendung: Medizin
Goldrutenkraut: ergibt gelbe bis gelbbraune Farbstoffe. Von der 1 m hohen
Pflanze Solidago werden getrocknete Stängel, Blätter und gelbe Blüten
in der Pflanzenfärberei verwendet.
Grob- oder Rostasche: Im Verbrennungsteil der Feuerungsanlage anfallende
Asche, die neben der Brennstoffasche auch mineralische Verunreinigungen des
Brennstoffs (z. B. Sand, Erde, Steine) enthält. Insbesondere beim Einsatz von
Rinde und Stroh als Brennstoff kann die Grobasche gesinterte Aschenteile und
Schlackebrocken enthalten.
Grobhackgut: Holzhackgut überwiegend mit Stücklängen über 3 cm.
Großbunde: Transportfähige Bündel aus Schwarten und Spreißel vom Sägewerk.
Großvieheinheit: (GV): 1 GV entspricht 500 kg Lebendgewicht
Gummi arabicum (Akaziengummi): getrockneter Pflanzenschleim verschiedener
Akazienarten. Der Gummi ist farblos bis braun und geruchlos. In warmem Wasser
aufgelöst, bildet er eine zäh klebrige Flüssigkeit und findet
in Klebstoffen und als Verdickungsmittel Verwendung.
- H -
Hackgut: Maschinell zerkleinertes Holz mit und ohne Rinde bis zu einer
maximalen Stücklänge von 15 cm.
Hackholz: In manipulierbare Längen eingekürztes,
(grob-)entastetes Derb- und/oder Reisholz, das zur Hackguterzeugung bestimmt
ist.
Hackschnitzel, schwarz: Rindenhaltige Hackschnitzel.
Hackschnitzel, weiß: Hackgut ohne Rinde.
Hartholz: Holz mit einer mittleren Darrdichte größer 550 kg/m3 (Eiche,
Buche, Birke, Ulme, Esche, Ahorn, Schwarzkiefer)
Heizkraftwerk: Kraftwerk, das Strom und Nutzwärme erzeugt. Im Gegensatz
zum Heizwerk, das nur Nutzwärme erzeugt.
Heizwert: HU (früher unterer Heizwert) Als Heizwert (Symbol
HU) wird der Quotient aus der bei vollständiger Verbrennung einer
bestimmten Brennstoffmenge freiwerdende Wärmemenge und der Masse dieser Brennstoffmenge
bezeichnet, wenn das bei der Verbrennung gebildete Wasser dampfförmig vorliegt
und wenn die Temperatur des Brennstoffes vor der Verbrennung und die Temperatur
der entstandenen Produkte nach der Verbrennung den jeweils festgelegten gleichen
Wert hat.
Die Temperatur des Brennstoffs vor dem Verbrennen und die der Verbrennungsprodukte
muss 25°C betragen. Zur Bestimmung des Heizwertes (HU) muss das vor
dem Verbrennen im Brennstoff vorhandene Wasser und das beim Verbrennen der wasserstoffhaltigen
Verbindungen des Brennstoffs gebildete Wasser nach der Verbrennung im dampfförmigen
Zustand und die Verbrennungsprodukte von Kohlenstoff und Schwefel gasförmig
vorliegen. Eine Oxidation des Stickstoffs darf nicht stattfinden.
Als bezogene Größen haben der spezifische bzw. der molare Heizwert die Dimension
kJ/kg bzw. kJ/mol und der auf das Normvolumen bezogene die Dimension kJ/m3.
Größenmäßig ist der Heizwert kleiner als der Brennwert.
Hektar: Bezeichung für eine Fläche von 10.000 m2
(zum Vergleich: ein Fußballfeld hat eine Fläche von ca. 7.000 m2).
Hemicellulosen (Polyosen): Gruppe von Polysacchariden unterschiedlicher
Zusammenstzung, die in Pflanzenfasern und Zellwänden von Gräsern,
Getreide und anderen höheren Pflanzen vorkommt, v.a. zusammen mit Cellulose
und Lignin in der Holz-Zellwand.
Holzhackschnitzel: Durch mechanische Zerkleinerung gewonnene Holzstücke
mit Kantenlängen im Zentimeterbereich.
Holzmehl:
Holzwerkstoff: Oberbegriff für Furnier-, Tischler-, Span- und Faserplatten.
Holz-Briketts, -Pellets oder -Presslinge werden aus Schleifstaub und/oder
Sägemehl durch mechanischen Druck hergestellt und dürfen keine chemischen Bindemittel
enthalten.
Holzfeuchte: Anteil des im Brennstoff enthaltenen Wassers, angegeben
in Prozent der Masse, bezogen auf die Masse des wasserfreien Brennstoffes.
IMIR: Internationaler
Mais- und Informationsring, Cercle international d'Information de Producteur
de Mais (CJJPM)
Geschäftsstelle: Institut für umweltgerechte Landbewirtschaftung, Auf der Breite
7, D-79379 Müllheim, Tel.: 0(049) 7631 3684 51, Fax: 0(049) 7631 3684
51;
Gegründet in den 60iger Jahren von Praktikern und Beratern aus Südbaden, Elsaß
und Nordschweiz zum Erfahrungsaustausch bis hin zur gemeinsamen Versuchsanstellung.
Immission: Teil der Emission schädlicher Stoffe (Abgase aus Industrie,
Straßenverkehr und Heizanlagen) sowie von Geräuschen, Erschütterungen, Gerüchen,
Licht, Wärme und Strahlen, der auf Menschen, Tiere und Pflanzen sowie Sachgüter
einwirkt. Ziel des gesetzlich geregelten Immissionsschutzes ist es, diese Immissionen
so gering wie möglich zu halten. Dafür sind Immissionswerte festgelegt. Zentrale
Vorschrift ist das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) mit seinen Verordnungen.
Indigo: Blaues Farbpigment, das schon vor 4.000 Jahren zum Färben
benutzt wurde. Gewinnung v.a. durch Fermentation der Blättern des bengalischen
Indigo-Strauches (Indigofera tinctoria), seit dm 9. Jh. auch aus den Blättern
des Färberwaids (Isatis tinctoria). Synthetische Herstellung seit 1880,
seit 1897 großtechnisch.
Inulin:
Typischer Zuckerspeicherstoff der Korbblütler (Compositae), z.B. in Topinamburknollen
und Zichorienwurzeln. Inulin ist ein Polymerisat der Fructose (Polyfructosan).
Dient u.a. als Süßmittel für Diabetiker und als Industrie-Rohstoff.
Isoaliphate: Lösemittel, die für eine optimal verarbeitungsfähige
Konsistenz in Farben notwendig sind. Isoaliphate zeigen nur eine geringe akute
Toxizität und sind frei von cancerogenen oder mutagenen Effekten. Sie werden
deshalb aufgrund der guten Humanverträglichkeit auch in Arzneimitteln und
Kosmetika verwandt.
Jahresdauerlinie:
(für Wärmebedarf) Graphische Darstellung der Summenhäufigkeit der Wärmeleistung,
die anzeigt, wie lange eine bestimmte Wärmeleistung jährlich auftritt bzw. überschritten
wird.
Joule: Einergieeinheit nach dem internationalen Einheitensystem. Joule
ist die Einheit für Energie, Arbeit und Wärmemenge.
Kappholz:
Kurze Holzstücke (mit oder ohne Rinde), die beim Abschneiden der Enden von Rund-
oder Schnittholz anfallen.
Kessel- oder Wärmetauscherasche: An Heißwasserkesseln oder Wärmetauscherrohren
durch Kondensation und/oder Desublimierung von Alkalichloriden anfallende Asche.
Die Ascheanlagerungen können durch Verwendung von Brennstoffen mit geringen
Konzentrationen an K, Na, Cl und S sowie durch automatische Abreinigungseinrichtungen
(z. B. durch Druckluftstöße) weitgehend verhindert werden.
Kiefernadelöl: wird aus Kiefernnadeln und jungen Trieben destillliert
und in Holzbehandlungsmitteln, Bohnerwachsen ud Schuhcremes eingesetzt.
Kieselgur: wird aus Ablagerungen fossiler Kieselalgen gewonnen und zu
Pulver gemahlen als Füllstoff und Schwebemittel verwendet.
Kieselsäure: die wasserhaltige Form des Siliciumdioxids, kommt als
Sand oder Quarz vor. Als Mattierungsmittel ergänzt es Lasuren und Lacke.
Kohlenhydrate: Sammelbezeichnung
für die als Naturstoffe sehr weit verbreiteten Polyhydroxyaldehyde (Aldosen)
bzw. -ketone (Ketosen) sowie höhermolekularer Verbindungen, die sich durch
Hydrolyse in solche Verbindungen überführen lassen (Summenformel meist
CnH2nOn oder C(H2O)n,
formal also "Hydrate des Kohlenstoffs").
Kohlenstoffdioxid (CO2): Farbloses, nicht brennbares, geruchloses
und ungiftiges Gas, das mit ca. 0,03% natürlicher Bestandteil der Erdatmosphäre
ist. CO2 ist für langwellige Wärmestrahlen "undurchlässig". Somit
verhindert es eine gleichgewichtige Abstrahlung der auf die Erde treffenden
Sonnenstrahlen und ermöglicht damit die zum Leben notwendigen Temperaturen auf
der Erdoberfläche bzw. in der Biosphäre. Als energetisch stabilste C-Verbindung
ist das CO2 die Schlüsselverbindung im Kohlenstoff-Kreislauf der
Natur. Durch Assimilation wird es zusammen mit Wasser von Pflanzen mit Hilfe
der Sonnenenergie bei der Photosynthese in energiereichere Kohlenhydrate überführt,
wobei Sauerstoff frei wird. CO2 dient damit als Grundsubstanz zum
Aufbau aller organischen Verbindungen. Die Kohlenhydrate werden von tierischen
Organismen als energieliefernde Substrate für deren Stoffwechsel aufgenommen,
zu CO2 und Wasser abgebaut und durch Atmung an die Außenluft abgegeben
bzw. in Biomasse umgewandelt. Absterbende tierische und pflanzliche Organismen
liefern beim aeroben Abbau ebenfalls CO2, das entweder in die Atmosphäre
abgegeben oder in Wasser gelöst wird, aus dem es als Carbonat-Gestein sedimentieren
oder mit dem der Atmosphäre ausgetauscht werden kann.
Auch bei der energetischen Nutzung fossiler Energieträger (z. B. Kohle) wird
CO2 freigesetzt. Bei Verbrennung fossiler Energieträger reichert
sich das vor Urzeiten fossil gebundene Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre über
den natürlichen Gehalt hinaus an und kann zur Erwärmung des Erdklimas beitragen.
Kohlenstoffmonoxid (CO): Reiz-, farb- und geruchsloses Gas, das bei unvollständiger
Verbrennung von organischen Verbindungen entsteht. Es wird in der Luft schnell
zu Kohlenstoffdioxid umgewandelt. Es wirkt gesundheitsgefährdend, da es die
Sauerstoffaufnahme des Blutes verhindert.
Kohlenwasserstoffe (CnHm): Bezeichnung für organische
Verbindungen, die nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen. Nach Art des
Kohlenstoff-Gerüstes unterscheidet man zwischen azyklischen und zyklischen Kohlenwasserstoffen.
Die azyklischen (auch aliphatische Kohlenwasserstoffe bezeichnet) beinhalten
die wichtige Klasse der Alkane (Paraffine). Bei den zyklischen Kohlenwasserstoffen
unterscheidet man zwischen den alizyklischen und den aromatischen (Aromaten)
mit Benzol als typischem Vertreter. Aliphatische Kohlenwasserstoffe sind in
der Regel nicht bzw. gering toxisch. Anders verhält es sich dagegen mit den
aromatischen, beispielsweise mit Benzol, das als karzinogen eingestuft wird.
Ein großes Gefährdungspotential geht auch von den polyzyklischen aromatischen
Kohlenwasserstoffen (PAK bzw. PAH) aus, von denen einige ebenfalls karzinogene
und auch mutagene Eigenschaften besitzen.
Kolophonium: Unter Kolophonium versteht man die nicht-flüchtigen
Harzbestandteile, die als Destillationsrückstand bei der Celluloseherstellung
und bei der Gewinnung von Terpentinöl aus Harz anfallen. Es handelt sich
um eine glasige, braune Masse. Kolophonium oder auch sein Glycerinester wird
von Pflanzenchemieherstellern als Bindemittel v.a für Anstrichstoffe verwendet.
Weitere Verwendung findet es als Bestandteil des Linoleums, als Zusatz zu Leimen
und Papier, sowie als Geigenharz.
Konversion/Biokonversion: Als Konversion bezeichnet man im energetischen
Sinne die Umwandlung und Veredelung von Brennstoffen in feste, flüssige und
gasförmige Energieträger oder in Endenergieformen. Bei der Biokonversion ist
der Ausgangsstoff stets Biomasse, die entweder unmittelbar als terrestrische
oder aquatische Biomasse, so wie sie in der Natur vorkommt, oder aber in Form
von Rückstands- und Abfallbiomasse genutzt werden kann. Dazu dienen verschiedene
Verfahren, die in physikalische, thermochemische und biologische Verfahren gegliedert
werden.
Kopalharze: Pflanzenharze aus in Afrika, Asien und Südamerika beheimateten
Bäumen. Es handelt sich um sehr feste Harze, die entweder durch Einritzen
der Bäume (rezente K. ) oder durch Ausgraben gewonnen werden (fossile K.).
Sie finden Verwendung für Naturlacke und Firnisse. Ein wichtiges Kopalharz
ist Dammar.
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK): Energieerzeugungs- und Umwandlungsverfahren,
bei dem gleichzeitig Strom und Wärme bereitgestellt wird. Durch die Nutzung
der Abwärme, die beim Stromerzeugungsprozess in herkömmlichen Kraftwerken ungenutzt
an die Umgebung abgegeben wird, lässt sich der Energienutzungsgrad durch KWK
entscheidend erhöhen (von 30 bis 45 % auf 80 bis 90 %). In Heizkraftwerken wird
mit KWK gearbeitet. Als Blockheizkraftwerke werden kleinere, motorisch betriebene
Heizkraftwerke bezeichnet, deren Motoren öl- oder gasbetriebene Verbrennungskraftmaschinen
sind. Voraussetzung für den sinnvollen Einsatz der KWK ist der gleichzeitige
Bedarf an Strom und Wärme sowie eine möglichst große Nähe des BHKW zum Endverbraucher.
Kraftwerk (Wärmekraftwerk): Anlage zur Umwandlung von Wärme hoher Temperatur
in elektrische Energie.
Krapp: wird in der Textilfärberei und in Wandlasuren eingesetzt.
Die Wurzel dieser Pflanze ergibt rote bis braune Farbtonnuancen. Krapp wächst
in Mitteleuropa und der Türkei.
Kreide: Calciumcarbonat. Wird als Füllmittel für Dispersonfarben
und Wandspachtel verwendet.
KTBL: Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. , Bartningstraße 49, D-64289 Darmstadt, Telefon 0(049)6151/7001-0, Fax 0(049)6151/7001-123, http://www.dainet.de/ktbl/
Kurzfaser:
Kurzfasern fallen bei der mechanischen Aufbereitung von Flachs- oder Hanfstroh
an, in einer Länge von 2,5 bis 6 cm. Kurzfasern können im technischen Bereich
oder in Mischgarnen für die Textilindustrie eingesetzt werden.
Kurzumtriebsplantage:
Plantagen, in denen schnellwachsende Baumarten wie Pappeln, Aspen und Weiden
angebaut und in regelmäßigen Intervallen (alle 3-5 Jahre) mit vollautomatischen
Erntemaschinen abgeerntet werden. Sie werden als Biomasselieferanten zur Energiegewinnung
genutzt. Aus den verbleibenden Stöcken und Wurzeln kommt der Neuaustrieb für
die nächste Ernte.
k-Wert: Als k-Wert bezeichnet man den Wärmedurchgangskoeffizienten. Er
dient als Maß für den Wärmedurchgang durch Bauteile. Je höher die Dämmeigenschaft
eines Bauteils ist, desto geringer ist der k-Wert. Der k-Wert gibt diejenige
Wärmemenge in Watt an, die bei einer Differenz von 1°C (= 1° Kelvin) zwischen
Innen- und Außentemperatur in 1 Stunde durch 1 m² Bauteilfläche entweicht.
Lageranfälligigkeit:
Biegen oder Umknicken von Getreidehalmen bis hin zum flachen Aufliegen
auf dem Boden. Lagerndes Getreide trocknet weniger schnell ab und verursacht
Probleme bei der maschinellen Ernte.
Laminat: Schichtpressstoff aus Kunstharz, z.B. für wetterfeste Verkleidungen,
Isolierplatten o.ä.
Lambda: die in einem genormten Meßverfahren ermittelte Wärmeleitfähigkeit
W/mK. Je geringer die Leitfähigkeit, desto kleiner ist die Lambda-Zahl (z.B.
Holzfaser 0,045).
Landessortenversuche (LSV): Prüfung von neueren, in Deutschland zugelassenen Sorten und der besten Sorten aus den EU-Sortenversuchen. Geprüft wird auf landesweit verteilten Standorten mindestens zwei und höchstens drei Jahre lang. Prüfung bei Mais auf Merkmale wie Ertragsleistung, Abreife, Standfestigkeit, Stengelfäule, Druschfähigkeit
Langfasern: Die von Kurzfasern und Holzteilen befreiten Fasern, beim Flachs in einer Länge zwischen 60 und 100 cm; wertvoller Rohstoff für die Textilindustrie
LAP: Landesanstalt
für Pflanzenbau, Forchheim
Kutschenweg 20, D-76287 Rheinstetten, http://www.infodienst-mlr.bwl.de/start.htm
Leinöl: goldgelbes dickflüssiges, fettes Samenöl der Lein-Pflanze
(Linum usitatissimum), das durch Kaltpressung (Leinsamenöl als Speiseöl)
oder Warmpressung (Lackleinöl bzw. nach Extraktion mit Benzinen Rohleinöl)
gewonnen wird. Dieser Hauptbestandteil vieler Öle und Lacke ist ein elastisch
trocknendes Öl und Bindemittel. Ein wichtiger Verwendungsbereich des Rohleinöls
ist die Herstellung von Linoleum.
Leinöl-Standöl: wird durch Erhitzen von Leinöl hergestellt
und erhöht die Temperaturbeständigkeit, verbessert die Wetterfestigkeit
und vermindert die Wasserquellbarkeit von Ölen und Lacken.
Lignin: Ein hochpolymerer, aromatischer Pflanzenstoff, der in verholzenden
Pflanzen die Räume zwischen den Zellmembranen ausfüllt und zu Holz werden lässt
(Lignifizierung bzw. Verholzung). Auf diese Weise entsteht ein Mischkörper aus
druckfestem Lignin und zugfester Zellulose. Lignin ist noch an andere Polysaccharide
(Hemicellulosen) gebunden.
Lignin fällt als Nebenprodukt in der Zellstoffgewinnung an. Verwendung
findet es als Bindemittel, zur Schaumstabilisierung, zur Herstellung von Kunststoffen
sowie als Additiv in Baustoffen.
Linoleum: Linoleum ist ein Bodenbelag, der zu großen Teilen aus
nachwachsenden Rohstoffen besteht. Die Bindemasse auf der Basis von Leinöl
und Kolophonium ("Linoleum-Zement") wird mit Holz- oder Korkmehl sowie
mineralischen Füllstoffen (Kreide, Pigmente) versetzt und auf ein Jute-Trägergewebe
gewalzt und gehärtet. Die Oberflächenversiegelung erfolgt üblicherweisemit
Acrylat, es kann aber auch Carnaubawachs verwendet werden. Bei unbehandeltem
Linoleum ist nach dem Verlegen eine Behandlung mit Wachs erforderlich. Anforderungen
an Linoleum-Bodenbeläge sind nach DIN EN 548 genormt.
Lignozellulosepflanzen: Holz- oder grasartige Pflanzen mit hohen Anteilen
an Ligninen und Zellulose in der Biomasse.
LVVG:
Lehr- und Versuchsanstalt für Viehhaltung und Grünlandwirtschaft, Aulendorf,
Deutschland,
http://www.infodienst-mlr.bwl.de/start.htm
LBL: Landwirtschaftliche Beratungszentrale, CH-8315 Lindau
Maiskeimöl:
Nebenrpodukt bei der Mais-Stärkefabrikation. Wird in Seifen und Lederpflegemitteln
eingesetzt.
MAK: Maximale Arbeitsplatzkonzentration nach TA Luft
Matrix (in Faserverbundstoffen):
Gerüst- oder Hüllsubstanz, in die die einzelnen Fasern eingebettet
sind und die daher entscheidend zu den mechanischen Eigenschaften dieser Stoffe
beiträgt.
MDF, Mitteldichte Faserplatten: Im Baustoffbereich Platten mit einer Dichte um 0,8 g/cm3, deren Verwendung hauptsächlich auf den Innenausbau beschränkt ist. Die Dichte von Weichfaserplaten liegt meist bei ca. 0,1 - 0,4 g/cm3.
Methan (CH4): Farbloses, geruchloses, mit bläulicher Flamme brennendes Gas mit einem Heizwert von 36 MJ. Methan-Luft-Gemische mit 5 bis 15 Vol.-% Methan sind explosiv. Methan findet sich im Kokereigas und im Erdgas, das zugleich die wichtigste Quelle darstellt. Methan ist ein klimarelvantes Gas. Sein Gehalt in der Atmosphäre beträgt ca. 1,3 ppm, er hat sich seit 1950 etwa verdoppelt. Methanquellen sind fossile Brennstoffe sowie der Zellulose-Abbau (Methan-Gärung) durch anaerobe Bakterien. Es entsteht weiterhin in Kläranlagen in den Faulbehältern (Biogas), in Sümpfen (Sumpfgas), in den Darmgasen besonders von Wiederkäuern, aber auch des Menschen, in Reisfeldern und marinen Sedimenten. Hohe Methanzuflüsse schreibt man auch Undichtigkeiten der Ergasfernleitungen zu.
Nachwachsende
Rohstoffe
Naturlatex: Naturkautschukmilch aus Malaysia, Indonesien, Sri Lanka oder
anderen tropischen Ländern. Dieser Rohstoff ist elastisch, wasserabweisend
und luftdurchlässig, aber nicht UV-stabil.
N-min-Methode: Aus Bodenproben wird im Frühjahr die vorhandene Menge an mineralischem Stickstoff (Nitrat und Ammonium) ermittelt. Der vorhandene Stickstoff wird mit Dünger auf einen bestimmten Sollwert aufgedüngt.
NOX: Chemische Bezeichnung für Stickstoffoxide mit verschiedenen O-Gehalten.
OECD: Organization for Economic Cooperation and Development (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) mit folgenden Mitgliedsstaaten: Australien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Färöer, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Japan, Kanada, Luxemburg, Mexiko, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, Südkorea, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, USA, Vereinigtes Königreich
Ökoaudit: Ökoaudits befassen sich mit der Prüfung des gesamten Betriebs im Hinblick auf seine Umwelteinwirkungen (z.B. Feststellung der Jahresverbräuche an Frischwasser, Strom, Gas, Heizöl, Treibstoffen (Input) sowie Jahresabgabe an Abwasser, Restmüll, Bioabfällen, Wertstoffen (Output) ). Die erfolgreiche Teilnahme wird zertifiziert. Anhand einer jährlichen Auditierung werden Betriebsbilanzen erstellt. Durch den Vergleich der Ergebnisse mit den Vorjahren können Zielvorgaben überprüft und neu vereinbart werden. Audits sind aus dem Qualitätswesen schon länger bekannt. Die Vorgehensweise ist seit 1993 auf eruopäischer Ebene per Verordnung (EMAS 1836/93) geregelt.
Ökobilanz: Verfahren
der Berechnung und Bewertung von Stoff- und Energieflüssen während
des gesamten Lebensweges eines Produktes oder Stoffes (Rohstoffgewinnung - Produktion
- Verwendung - Recycling bzw. Entsorgung einschließlich der Transportenergien).
Im Gegensatz zu Ökoaudits
werden in Ökobilanzen einzelne Produkte in vergleichbaren Anwendungsfeldern
hinsichtlich ihrer ökologischen Bedeutung geprüft. Ökobilanzen
dienen daher im Wesentlichen dem ökologischen Vergleich verschiedener Produkte
für dieselbe Anwendung.
Ökobilanzen sind international in DIN EN ISO 14 040 ff. genormt. Die Normenreihe
vereinheitlicht die Erstellung. Die Ergebnisse werden auf die Nutzeinheit bezogen,
zum Beispiel als Energieaufwand oder Kohlendioxid (CO2)-Emission pro Kilogramm
Produkt.
Organische Reststoffe
/ Rückstände: fallen bei der Land- und Forstwirtschaft, der Industrie
und den Haushalten an. Es zählen dazu: Aball- und Restholz, Stroh, Gras,
Laub, Dung, Klärschlamm, organischer Müll. Produkte aus organischen
Rest- und Abfallstoffen sind insbesondere Biogas, Deponiegas, Klärgas.
Organische Verbindungen: Chemische Verbindungen mit einem Kohlenstoff-Grundgerüst,
aus denen die belebte Natur aufgebaut ist. Etwa 90% der organischen Verbindungen
bestehen aus C, H und O in wechselnden Mengenverhältnissen; Verbindungen, die
nur aus C und H bestehen, heißen Kohlenwasserstoffe. Zahlreiche organische Verbindungen
enthalten auch noch N, während S, P und die Halogene wesentlich seltener anzutreffen
sind. Die Vielfalt und Vielzahl der organischen Verbindungen ist auf die besondere
Fähigkeit der Kohlenstoff-Atome zurückzuführen, untereinander Ketten und/oder
Ringe zu bilden. Viele organische Verbindungen unterscheiden sich in ihrem
Verhalten in der Umwelt und ihren Wirkungen auf Lebewesen erheblich. Besonders
gefährlich sind Emissionen von solchen organischen Verbindungen, die
in der Natur nicht abgebaut werden und sich im Organismus bzw. in der Umwelt
anreichern.
Ozon (O3): Dreiatomiges Sauerstoffmolekül, das in höheren
Konzentrationen in der bodennahen Luft giftig wirkt. Da Ozon ein starkes
Oxidationsmittel ist, werden Materialien und Pflanzen bei erhöhten Konzentrationen
geschädigt. In der Stratosphäre hingegen ist Ozon ein wichtiger Filter, der
als Ozonschicht die UV-Strahlung zur Erde hin mindert.
PE: siehe Polyethylen
Pellet: Aus kleinstückigem oder staubförmigem Gut durch Pressen
gewonnenes kompaktes Formstück.
Pflanzenölmethylester (PME): Für Dieselmotoren geeignete Biokraftstoffe
aus Pflanzenölen. PME gewinnt man durch Veresterung des jeweiligen Pflanzenöls
mit Methylalkohol. Die technischen Eigenschaften von PME unterscheiden sich
stark von denen des Ausgansgrpoduktes und entsprechen in etwa den Eigenschaften
von handelsüblichem Dieselkraftstoff. Der wichtigste PME ist Rapsölmethylester
(RME).
Pflanzenschutzmittel (PSM): Dienen zum Schutz von Kulturpflanzen. Man
unterscheidet: Insektizide (gegen Insekten), Fungizide (gegen Pilze) und Herbizide
(gegen Wildkräuter), die in grundlegende Stoffwechselvorgänge eingreifen. Problematisch
für den Umweltschutz ist die Tatsache, dass nur ein Teil der Pflanzenschutzmittel
sein Ziel erreicht. Der andere kann in den Boden eindringen und durch Auswaschung
ins Grundwasser gelangen. Das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln regelt
eine EG-Richtlinie aus dem Jahr 1991.
pH-Wert: Maßzahl für die basischen oder sauren Eigenschaften einer Lösung
(pH 7 = neutral; <7 = sauer; >7 = basisch).
Photosynthese: Bildung von Kohlenhydraten (Zuckern) aus Kohlenstoffdioxid
und Wasser, die in grünen Pflanzen im Sonnenlicht erfolgt, wobei unter Mitwirkung
von Chlorophyll Sonnenenergie in chemische Energie umgewandelt wird. Damit ist
die Photosynthese die grundlegende Stoffwechselreaktion der Pflanzen und einer
der wichtigsten biologischen Energie-Direktumwandlungs-Prozesse.
Plaststoffe: Werkstoffe,
die bei ihrer Entstehung (Duroplaste) oder auch nachträglich (Thermoplaste)
beliebig geformt werden können und diese Form auch beibehalten können.
Polyethylen (PE): Sammelbezeichnung für zu
den Polyolefinen gehörende Polymere mit der
Grundstruktur [-CH2-CH2-].
Polyhydroxybuttersäure
(PHB): Zur Polymerisation geeignetes Molekül. Industrierohstoff für die
Kunststoffherstellung. Fermentativ gewonnen mit Hilfe von Bakterien (Alcaligenes
eutrophus) aus Kohlenhydraten (Stärke/Zucker).
Polyolefine: Übergreifende Bezeichnung
für thermoplastische Polymere der allgemeinen Formel

Dabei steht R1 meist für Wasserstoff und R2 für Wasserstoff, eine
geradkettige oder verzweigte gesättigte aliphatische bzw. eine cycloaliphatische
Gruppe. Den Hauptanteil der Polyolefinfraktion machen Polyethylen
(PE) und Polypropylen (PP) aus.
Polysaccharid: Sammelbezeichnung
für makromolekulare Kohlenhydrate, die aus mindestens 10 (meist viel mehr)
glycosidisch miteinander verknüpften Monosaccharid-Molekülen bestehen.
Polystyrol (PS): Durch Polymerisation aus Stryrol
(= Vinylbenzol) entstandener thermoplastischer Kunststoff. Polystyrol wird vielfach
aufgeschäumt als Wärmedämmstoff verwendet. Formel:
Polyurethan
(PUR): wichtige Kunststoffgruppe; hochmolekulare Stoffe aus Alkoholen und
Isocyanaten; Ausgangsstoffe z.B. für Synthetikfasern, Lacke, Schaumstoffe, Hartkunststoff
u.a. im Maschinenbau
Polyvinylchlorid (PVC): Bezeichnung für
Polymere der Struktur 
Potential, erschließbares:
Das wirtschaftlich erschließbare Potential beschreibt den Anteil des wirtschaftlichen
Potentials, der unter realen Bedingungen erschlossen werden kann. Deshalb
ist das erschließbare im Regelfall kleiner als das wirtschaftliche Potential.
Es kann dann größer sein, wenn durch administrative Maßnahmen (z. B. Förderprogramme)
eine Möglichkeit zur Nutzung regenerativer Energien unterstützt wird.
Potential, technisches: Das technische Potential
beschreibt den Anteil des theoretischen Potentials,
der unter Berücksichtigung der gegebenen technischen Restriktionen nutzbar
ist. Zusätzlich dazu werden die gegebenen strukturellen und ökologischen
Restriktionen sowie gesetzliche Vorgaben berücksichtigt, da sie letztlich
auch - ähnlich den technisch bedingten Eingrenzungen - "unüberwindbar"
sind. Es beschreibt damit den zeit- und ortsabhängigen, primär aus technischer
Sicht möglichen Beitrag einer regenerativen Energie zur Deckung der Energienachfrage.
Da es wesentlich durch die technischen Randbedingungen bestimmt wird, ist es
im Unterschied beispielsweise zu dem wirtschaftlichen Potential deutlich geringeren
zeitlichen Schwankungen unterworfen. Das technische Potential wird immer in
absoluten Werten angegeben, d. h., dass der heute bereits genutzte Anteil der
jeweiligen Energieform darin enthalten ist.
Potential, theoretisches: Das theoretische Potential
beschreibt das in einer gegebenen Region innerhalb eines bestimmten Zeitraumes
theoretisch physikalisch nutzbare Energieangebot (z. B. die in
der gesamten Pflanzenmasse gespeicherte Energie). Es wird allein durch
die gegebenen physikalischen Nutzungsgrenzen bestimmt und markiert damit
die Obergrenze des theoretisch realisierbaren Beitrages zur Energiebereitstellung.
Wegen unüberwindbarer technischer, ökologischer, struktureller und administrativer
Schranken kann das theoretische Potential meist nur zu sehr geringen Teilen
erschlossen werden. Ihm kommt deshalb zur Beurteilung der tatsächlichen
Nutzbarkeit erneuerbarer Energien keine praktische Relevanz zu.
Potential, wirtschaftliches: Das wirtschaftliche
Potential beschreibt den ebenfalls zeit- und ortsabhängigen Anteil des technischen
Potentials, der im jeweils betrachteten Energiesystem wirtschaftlich erschlossen
werden kann. Da es sehr unterschiedliche Möglichkeiten gibt, die Wirtschaftlichkeit
einer Technik zur Deckung der Energienachfrage zu bestimmen, existieren immer
eine Vielzahl unterschiedlichster wirtschaftlicher Potentiale. Zusätzlich dazu
kommen noch sich laufend ändernde wirtschaftliche Randbedingungen (z. B.
Ölpreisänderung, Veränderung der steuerlichen Abschreibmöglichkeiten).
Presskuchen: Der Rückstand der Presung von Ölsaaten.
Presslinge: Aus Holz- und/oder Rindenteilchen erzeugte Pressformen (z.B.
Briketts, Pellets) verschiedener Größe, die mit oder ohne Bindemittel hergestellt
werden.
Primärenergie (Rohenergie): Primärenergie ist der
Energiegehalt von Primärenergieträgern, die noch keiner
technischen Umwandlung unterworfen wurden, und aus denen direkt oder durch eine
oder mehrere Umwandlungen Sekundärenergie / -träger gewonnen werden
können. In Deutschland wird der Primärenergiebedarf derzeit zu etwa
97% von Erdöl, Kohle, Erdgas und Kernenergie gedeckt. Ein Teil der Primärenergie
wird direkt zum Endverbraucher weitergegeben, z.B. Erdgas für Heizanlagen.
Der Rest wird in Sekundärenergie umgewandelt.
Primärenergieträger sind natürlich vorkommende
Energieträger, die noch keiner technischen Umwandlung unterworfen wurden. Primärenergieträger
sind sowohl fossile Brennstoffe wie Stein- und Braunkohle, Erdöl und Erdgas
sowie Kernbrennstoffe als auch erneuerbare Energien wie Wasserkraft, Sonnenenergie,
Windkraft, Erdwärme und Biomasse.
Primärfasern, Primärcellulose: Cellulosefasern, die durch chemische
oder mechanische Verfahren, z.B. aus Holz, gewonnen werden.
Prozessenergie: Energie meist in Form von Wärme im Temperaturbereich
über 100 °C für gewerbliche und industrielle Produktions- und Fertigungsverfahren.
PS: siehe Polystyrol
PVC: siehe Polyvinylchlorid
Pyrolyse: Prozess
der thermischen Zersetzung kohlenstoffhaltiger Abfälle unter Ausschluss von
Sauerstoff bei Temperaturen um 500 °C (Niedertemperaturpyrolyse) bzw. 700 bis
900 °C (Hochtemperaturpyrolyse). Abfälle wie Kunststoffe, Gummi oder Altreifen
werden in pyrolytischen Verfahren verwertet. Auch feste Biomasse kann einer
Pyrolyse zugeführt werden. Als Rückstandsprodukt erhält man, abhängig von den
Reaktionsbedingungen, Pyrolysekokse, -öle und -gase.
Rekultivierung: Bearbeitung
einer Fläche, die mit mehrjährigen Pflanzenarten wie Weiden oder Chinaschilf
bebaut wurde, mit dem Ziel, die Überdauerungsorgane wie Wurzelstöcke oder Rhizome
soweit zu zerstören, dass die Fläche wieder in die Bewirtschaftung mit anderen
Kulturen genommen werden kann.
Reseda: als Färberpflanze auch unter Färberwau bekannt. Es
wird die ganze Pflanze in der Färberei von Naturtextilien und Leder eingesetzt
und gibt gelbe bis olivfarbene Töne.
Restholz: Fällt in Sägewerken (Rinde, Vollholz, Sägespäne) und weiterverarbeitenden
Betrieben (Sägespäne, Hobelspäne, Splitter, stückige Abfälle, Ausschuss, verunreinigte
Abfälle) an.
Reststoffe: Stoffe,
die bei der Produktion, Verarbeitung, Umarbeitung oder beim Gebrauch von Stoffen
übrigbleiben. Reststoffe können unter Umständen in sekundären
und weiteren Stoffkreisläufen als Rohstoffe eingesetzt (rezykliert) werden
. Nur wirklich einer geordneten, endgültigen Entsorgung angediente Reststoffe
sollen als Abfall bezeichnet werden.
Reifezahl: Maßzahl für das Abreifeverhalten von Mais. Seit 1999 im Gebrauch.
Retrogradation: Nachdicken der Stärke nach längerer Erhitzung oberhalb des Verkleisterungspunktes zu einem Gel. Das Gel ist in kaltem Wasser nicht mehr ganz lösbar. Damit ist die Stärke für viele Verarbeitungsprozesse, z.B. für die Papierherstellung, nicht mehr brauchbar. Ein wichtiges Ziel bei der Stärkemodifikation ist deshalb die Verhinderung der Retrogradation.
Rezente Biomasse: Pflanzliche und tierische Biomasse, welche nicht über geologische Prozesse verändert wurde (im Gegensatz zu fossiler Biomasse).
Saatgutbeizung:
Präventiv wirkende Saatgutbehandlung mit Fungiziden und Insektiziden.
Saccharose (Rohrzucker, Rübenzucker): Zweifachzucker (Disaccharid),
bestehend aus einem Molekül Glucose und einem Molekül Fruktose. Summenformel
C12H22O11. Saccharose ist in zahlreichen Pflanzen
in kleinen Mengen enthalten. Größere Zuckergehalte finden sich Zuckerrübe
und Zuckerrohr.
Sägespäne: beim Sägen von Holz anfallende Späne bis ca. 0,5 cm.
Sauerstoff (O2): Natürlicher Bestandteil der Atmosphäre.
Farb- und geruchloses Gas, das mit fast allen Elementen außer Edelgasen reagiert.
Seine Reaktionsprodukte nennt man Oxide. Sauerstoff ist lebensnotwendig für
alle Lebewesen auf der Erde.
Schäben: Holzbestandteile des Flachs- oder Hanfstrohs. Heute werden
Schäben nicht mehr nur als Abfall behandelt, sondern auch als Brennstoff,
Pilzsubstrat, Pferde- und Kleintierstreu eingesetzt.
Schalldämmung: Die Verhinderung bzw. Behinderung der Schallwellenfortpflanzung
durch eine Trennfläche. Man unterscheidet zwischen Luftschall- und Körperschalldämmung.
Massive Bauweise bzw. Entkopplung von Bauteilen führen zu einer guten Schalldämmung.
Der Schallschutz im Hochbau ist durch die DIN 4109 geregelt. Baustoffe mit guten
schalltechnischen Eigenschaften sind beispielsweise Kokosfasern, Mineralwolle-Dämmstoffe
und Cellulose-Dämmstoffe. Zur Trittschalldämmung geeignet sind u.a.
schwimmende Estriche oder weichfedernde Gehbeläge (Teppiche).
Scheiter: Stückholz mit einer Länge von 25 bis
50 cm.
Schellack: Harz, das die asiatische Lackschildlaus ausscheidet. Es wird
in Lacken, Firnissen und Polituren eingesetzt.
Schichtraummeter:
Schichtholz:Sortiment aus Rund- und/oder Spaltholz, das nach Masse oder
Stapelvolumen gemessen wird.
Schlacke: Fester Verbrennungsrückstand; Asche, die geschmolzen
war und wieder erstarrt ist.
Schmierfähigkeit: Fähigkeit eines Stoffes, die Reibung zwischen
bewegten Teilen zu vermindern. Dieselkraftstoff muss v.a. in der Einspritzpumpe
des Dieselmotors eine Schmierwirkung übernehmen. Schwefelfreien Kraftstoffen
müssen aufgrund ihren eingeschränkten Schmierfähigkeit Additive
zugegeben werden.
Schrot: Bei der Ölgewinnung aus Ölsaaten mit anschließender
Extraktion fällt als Nebenprodukt der feste Rückstand Schrot an. Schrot
wird als eiweißreiches Futtermittel in der Viehzucht als Ersatz für
Sojaschrot eingesetzt (z.B. Rapsschrot). Der Eiweißgehalt ist abhängig
von der Ausgangs-Ölsaat.
Schüttraummeter:Ein Kubikmeter Schüttgut (z. B. Hackgut, Sägespäne
oder andere Granulate). Abkürzung: Sm3, Srm, SRm.
Schwachgas:
entsteht bei der Vergasung eines Brennstoffs mit Luft; enthält meist (in Volumenprozenten)
10-15 % Wasserstoff, 20-30 % Kohlenmonoxid, 2-15 % Kohlendioxid, 0-4 % Methan,
45-60 % Stickstoff
Schwad: Vorgang bei der Flachsernte, bei dem nach der Raufe mehrere Pflanzenreihen
gleichzeitig aufeinander, parallel abgelegt werden. Die Raufmaschine nimmt dazu
mehrere Reihen gleichzeitg auf, die dann zusammengeführt und gemeinsam
abgelegt werden.
Schwefeldioxid
(SO2) ist ein farbloses, stechend riechendes Gas. Es entsteht
überwiegend als unerwünschtes Nebenprodukt bei der Verbrennung schwefelhaltiger
fossiler Energieträger wie Kohle oder Öl. SO2 ist in der Atmosphäre
einer Reihe von Umwandlungsprozessen unterworfen, als deren Folge beispielsweise
schweflige Säure, Schwefelsäure, Sulfite, Sulfate u. a. Stoffe entstehen können.
Diese führen vermischt mit Wasser und Salpetersäure (Stickstoffoxide) zur Bildung
des sauren Regen, der für das Waldsterben mitverantwortlich ist. Natürliche
Vorkommen an Schwefeldioxid finden sich u. a. in vulkanischen Gasen und teilweise
im Erdgas. Gesetzliche Maßnahmen zur Entschwefelung von Verbrennungsanlagen
sind im wesentlichen im Bundesimmissionsschutzgesetz (TA Luft) und in der Großfeuerungsanlagenverordnung
festgeschrieben. Es konnte dadurch erreicht werden, dass die SO2 -Emissionen
in Deutschland von rund 3,7 Mio t im Jahre 1970 auf etwa 1 Mio t im Jahre 1990
zurückgingen.
Schwermetalle: kommen in der Natur (Gesteine, Böden, Wasser, Pflanzen)
nur in sehr geringen Konzentrationen vor. Die Quellen für die Schwermetall-Immissionen
sind teils natürlichen Ursprungs (Vulkane, Verwitterung), teils anthropogen
als Folge der Industrialisierung. Schwermetalle werden bei Verhüttungs- und
Wärmegewinnungsprozessen, im Kraftfahrzeugverkehr, durch Korrosion technischer
Bauwerke, im Bergbau und bei der Abfallbehandlung freigesetzt. In Böden können
sich Schwermetalle durch Verwitterung, Immissionen und Abfallstoffe anreichern.
Einige sind als Spuren- oder Mikronährstoffe für den Stoffwechsel von Mikroorganismen,
Pflanzen und Tieren essentiell. Andererseits entfalten zahlreiche Schwermetalle,
nicht nur als elementarer Staub, sondern besonders in Form der löslichen Salze
schon in sehr geringen Konzentrationen toxische Wirkungen. Als giftig gelten
insbesondere Blei, Cadmium und Quecksilber.
Schwingen: Mechanische Methode zum Aufschluss der Flachsfasern. In der
Schwinge werden die Rundballen mit dem Flachsstroh abgewickelt und das Stroh
von Bändern aufgenommen. Anschließend werden über Schwingen
(rotierende Messer) die Holzteile von den Fasern abgetrennt.
Sekundärenergie: Der Energiegehalt von Sekundärenergieträgern
oder von Energieströmen, die direkt oder durch eine oder mehrere Umwandlungen
in technischen Anlagen aus Primär- oder aus anderen Sekundärenergieträgern
bzw. -energien hergestellt werden. Dabei fallen u.a. Umwandlungs- und Verteilungsverluste
an, so z.B. bei der Umwandlung von Kohle zu Strom in Kraftwerken oder bei der
Umwandlung von Erdöl zu Benzin in Raffinerien. Sekundärenergien stehen
Verbrauchern zur Umwandlung in andere Sekundär- oder Endenergieträger
bzw. -energien zur Verfügung.
Sekundärenergieträger: Energieträger,
die durch technische Umwandlung unter Energieverlust aus Primär-
oder aus anderen Sekundärenergieträgern hergestellt werden. Z.B. Koks,
Briketts, Benzin, Biodiesl, Heizöl, Strom, Stückholz, Fernwärme.
Sekundärfasern, Sekundärcellulose: Cellulosefasern, die durch
die Aufbereitung von Altpapier gewonnen werden.
Sinterpunkt: Zusammenkleben der Aschepartikel an ihren Grenzflächen tritt
auf.
Sojalecithin: Bestandteil der Sojabohne, dient als Netzmittel in Lacken.
Sorbit:
(süßschmeckender sechswertiger Alkohol (Polyol), Zuckeraustauschstoff, Synthese
von Vitamin C, Kunststoffbestandteil z.B. in Polyurethanen)
Stärkeblend: Thermoplastische Stärke wird im Extruder mit weniger
wasserempfindlichen synthetischen BAWs, wie z.B. Poly-Ε-Caprolacton
gemischt (Handelsnamen "Mater Bi", Bioflex"). Dabei werden möglichst
auf molekularer Ebene die unterschiedlichen Polymerketten im Extruder miteinander
vermengt. So hergestellte kunststoffanaloge Stärkeblends enthalten je nach
Anwendungsgebiet bis zu 70% Stärke.
Stärkemodifikation: Gezielte Veränderung der physikalischen Eigenschaften
- z.B. der Viskosität - von nativer Stärke durch Säure-, Enzym-
oder Temperaturbehandlung. Anspruchsvollere Verfahren wie z.B. die Veresterung
oder Veretherung von Stärke werden angewendet, wenn es darum geht, die
Retrogradation besondes nachhaltig zu verhindern oder neue Eigenschaften einzuführen.
Steinkohleneinheit
(SKE): Maß für den Energiegehalt fossiler Brennstoffe. Normiert wird auf
den Heizwert von Steinkohle. 1 kg SKE = 29 308 kJ = 8,14 KWh
Ster: siehe Raummeter (Rm)
Stickstoffoxide (NOX): Sammelbegriff für
alle Oxide des Stickstoffs wie z.B. Stickstoffmonoxid NO, Distickstoffoxid N2O
und Stickstoffdioxid NO2. Stickstoffoxide greifen die Schleimhäute
der Atmungsorgane an und begünstigen Atemwegserkrankungen. In der Luft reagieren
die Stickoxide in Verbindung mit Wasser zu Salpetersäure und sind für den Sauren
Regen mitverantwortlich und sind damit auch für Pflanzen schädlich. Stickstoffoxide
tragen auch in komplizierter Weise zur Entstehung des photochemischen Smogs
bei (Ozon).
Stickstoffoxide entstehen vor allem als ungewollte Nebenprodukte
bei Verbrennungsprozessen mit hohen Temperaturen sowohl in Kraftfahrzeugmotoren
und Kraftwerken wie auch in der chemischen Industrie bei der Düngemittelherstellung.
In der Natur entsteht NOx aus durch Bodenbakterien produziertem N2O
(Denitrifikation), insbesondere beträgt die N2O-Produktion tropischer
Regenböden etwa das 10fache normaler Böden. Das klimarelevante N2O
entsteht auch als Nebenprodukt bei der Denitrifikation (besonders bei starker
Stickstoff-Düngung) und z.T. auch bei der Nitrifikation.
Stillegungsflächen: Landwirtschaftliche Flächen, die zeitweise nicht
für die Nahrungsmittelproduktion verwendet werden. Ziel ist es, die Überschusssituation
auf dem Nahrungmittelsektor zu entschärfen. Nachwachsende Rohstoffe dürfen auf
stillgelegten Flächen angebaut werden.
Steinkohleeinheiten: 1 kg SKE = 8,14 KWh
Stromkennzahl: (von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen) Verhältnis von elektrischer Leistung zu Wärmeleistung
- kurzes Stückholz Stücklänge über 15 cm bis ca. 50 cm
- langes Stückholz Stücklänge über 50 cm bis ca. 100 cm
Substrat: Substanz, die bei Gärungsvorgängen abgebaut wird. TA Luft: Abkürzung
für Technische Anleitung (TA) zur Reinhaltung der Luft, eine Allgemeine Verwaltungsvorschrift
auf der Grundlage des Bundes-Immissionsschutzgesetzes. Diese beinhaltet die
Umsetzung der im letzteren nicht genauer festgelegten gesetzlichen Anforderungen
für genehmigungsbedürftige Anlagen in Form von Grenzwerten. Die TA Luft
von 1974 wurde 1983 erstmals novelliert. Dabei wurden nach dem eingeführten
Vorsorgeprinzip Auflagen für genehmigungspflichtige Anlagen so formuliert, dass
die Anforderungen um so schärfer wurden, je größer das Risikopotential der betroffenen
Schadstoffe eingestuft wurde. sind unbedingt einzuhalten. Die TA Luft enthält
einzuhaltende Emissionswerte, Grenzwerte, Immissionswerte und im besonderen
Schwellenwerte für staub- und gasförmige Stoffe.
Terpentin: Harz vieler Nadelbäume, das von Harzgängen in der
Rinde und im jungen Holz ausgeschieden wird. Durch Wasserdampfdestilation wird
aus dem Terpentin einerseits der flüchtige Bestandteil Terpentinöl
(ätherische Öle), andererseits der Destillationsrückstand Kolophonium
gewonnen. Das Terpentinöl, eine farblose bis gelbliche Flüssigkeit,
dient als Grundlage für Lacke, Firnisse und Anstrichmittel.
THC: D
9-Tetrahydrocannabinol, psychoaktiver Wirkstoff von Hanf
Thermoplaste: Polymere, die bei hohen Temperaturen erweichen und dann
z.B. durch Extrudieren, Pressen oder Spritzgießen verformbar sind. Hierzu
zählen Kunststoffe wie Polyethylen (PE), Polypropylen
(PP), PVC, Polystyrol
(PS) und Polyethylenterephtalate (PET).
Thermoplastisch: im erwärmten Zustand formbar.
Tonerde: weißes Pulver aus dem Mineral Bauxit (Aluminium und Sauerstoff). Es wird zur Herstellung von Wandlasuren gebraucht.
Totreife: Letztes Reifestadium des Getreides; daran zu erkennen, dass das Korn hart, das Stroh gelb und die obersten Halmknoten trocken sindTrockenmasse/Trockensubstanz: Nach
standardisierten Verfahren ermittelter, nicht verdampfbarer Anteil eines Stoffes. Die beim Trocknen eintretende Gewichtsabnahme
eines Stoffes wird als Trockenverlust bezeichnet. Die meisten Verfahren zur Ermittlung der Trockenmasse bei organischen Substanzen
finden bei einer Temperatur von 105 °C statt, wobei der Großteil des
enthaltenen Wasers, aber auch andere flüchtige Komponenten verdampfen.
Die Summe aus Trockenmasseanteil und Trockenverlust ergibt dabei nicht notwendigerweise
(in den meisten Fällen aber annährend) einhundert Prozent.
UFE: Europäischer Verband der Kartoffelstärke-Industrie
ufop: Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen e.V. (Fédération pour la promotion des oléoproéagineux), Andreas-Hermes-Haus, Godesberger Allee 142-148, D-53175 Bonn, http://www.agrarnet.de/_ufop/index.htm
Umesterung: Verfahren zur Umwandlung von Fetten zu Fettsäureester ( Rapsölmethylester) VCI: Verband
der chemischen Industrie, Karlstr. 21, D-60329 Frankfurt, Internet: http://www.chemische-industrie.de
Verbundstoffe bestehen aus zwei oder mehr Materialien, die sich nicht
von Hand trennen lassen. Z.B. Papier / Kunststoff oder Kunststoff / Aluminium.
Viskose
nennt man die bei der Herstellung von Viskosefasern (Viskoseverfahren) entstehende
dickflüssige Spinnlösung; auch Bezeichnung für die aus regenerierter Zellulose
bestehenden Viskosefasern (früher Ryon genannt) selbst.
Viskoseverfahren: Verfahren zur Herstellung von Zelluloseregeneratfasern.
Ausgangsprodukt sind Zellstoffplatten, die mit Natronlauge behandelt werden,
wobei gequollene sogenannte Alkalizellulose entsteht. Diese wird nach Zerkleinerung
und Reifung (partieller oxidativer Abbau der Zellulose) mit Schwefelkohlenstoff
zu löslichem Natriumzellulosexanthogenat umgestzt, das in Natronlauge zu zähflüssiger
Viskose gelöst und in ein aus Natriumsulfat und Schwefelsäure bestehendes Spinnbad
gepreßt wird, in dem die Zellulose wieder ausfällt (regeneriert wird). Zelluloseregeneratfasern
besitzen gute Färbbarkeit, große Wasseraufnahmefähigkeit bei geringem Quellvermögen
und sind gut waschbar.
VO (EWG) 334/93: Verordnung (EG) Nr. 1870/95 der Kommission vom 26.Juli 1995 zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 334/93 mit detaillierten Durchführungsbestimmungen für die Nutzung stillgelegter Flächen zur Erzeugung von Ausgangserzeugnissen, die in der Gemeinschaft zu nicht in erster Linie für Lebens- oder Futtermittelzwecke bestimmten Erzeugnissen verarbeitet werden und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 2595/93 mit Durchführungsvorschriften zur Verordnung (EWG) Nr. 1765/92 des Rates hinsichtlich der Verwendung stillgelegter Flächen für die Erzeugung ausdauernder Kulturpflanzen, aus denen in der Gemeinschaft Erzeugnisse für andere als Lebens- und/oder Futtermittelzwecke hergestellt werden (Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften Nr. L 179 vom 29. Juli 1995)
Vollastbenutzungsdauer: Quotient aus der jährlich erzeugten Energie (z. B. Wärmemenge) und der Nennleistung einer Anlage zur Energieumwandlung.
Wärmedämmstoffe:
Wärmedämmstoffe verhindern den Wärmedurchgang durch die Außenhülle
eines Gebäudes. Die Wärmedämmung beruht auf dem Prinzip des Einschlusses
von Luft oder anderen Gasen in Hohlräume des Materials. Da Gase sehr schlechte
Wärmeleiter sind, wird damit die Wärmeleitfähigkeit
des Dämmstoffs verringert, also die Wärmedämmung erhöht.
Zu den künstlichen Dämmstoffen gehören u.a. Polyurethan-Hartschaumplatten
und Mineralwolle-Dämmstoffe. Natürliche Dämmstoffe sind einerseits
Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen (beispielsweise Holzfaserplatten,
Wolle), andererseits mineralische Dämmstoffe wie Bläthon oder Vermiculit.
Wärmeleitfähigkeitszahl (λ) : Größenunabhängige
Materialeigenschaft zur Beschreibung von Dämmstoffen.
Die Wärmeleitfähikgkeitszahl gibt an, welche Wärmemenge von der
einen Seite eines Bauteils mit 1 m2 Fläche und 1 m Dicke bei
einem Temperaturunterschied von 1 K (1 Kelvin entspricht 1 °C) zwischen
innen und außen in 1 Sekunde zur anderen Seite geleitet wird. Diese Eigenschaft
hat die Maßeinheit J/s*m*K bzw. üblicher W/m*K (Watt / Meter * Kelvin).
Je kleiner die Wärmeleitfähigkeitszahl eines Baustoffs ist, um so
besser ist sein Wärmedämmvermögen (z.B. Beton: λ= 2,1
und Korkplatten: λ = 0,045).
Bei λ handelt es um einen Laborwert, der auf trockene Baustoffe bezogen
ist. Da Feuchtigkeit aber Wärme gut leitet, ist die tatsächliche Wärmeleitfähigkeit
in hohem Maße von Feuchtegehalt und Entfeuchtungsverhalten der Baustoffe
abhängig. In bautechnischen Anwendungen wird zumeist ein λR
verwendet (R = Rechengröße) bei dem das R symbolisiert, daß
es sich um einen experimentell ermittelten Durchschnittswert handelt, der Meßungenauigkeiten
etc. vernachlässigt.
Naturbaustoffe haben den Vorteil, daß sie Feuchtigkeit gut resorbieren,
aber auch gut wieder abgeben können.
Wärmeschutzverordnung
(WSVO): Die auf das Energiespargesetz gestützte Verordnung über einen
energiesparenden Wärmeschutz bei Gebäuden ist seit dem 1. Januar 1995 in Kraft.
Sie löst die 1977 erlassenen und 1982 novellierte Wärmeschutzverordnung ab.
Sie gilt für alle Gebäude, die bei bestimmungsmäßiger Nutzung auf mindestens
15 ºC und mehr als drei Monate im Jahr beheizt werden. Mit der Wärmeschutzverordnung
wird ein Anforderungsniveau an den baulichen Wärmeschutz vorgegeben, das den
Jahres-Heizwärmebedarf bei Neubauten auf 54 bis 100 kWh/m2 pro Jahr in Abhängigkeit
von der Gebäudeaußenfläche zum Gebäudevolumen (A/V-Verhältnis) begrenzt.
Das Bundesbauministerium plant zum Jahr 2000 eine weitere Verbesserung der vorgegebenen
Wärmeschutzwerte um 30%. Für die Neubauten des Bundes gilt dieser Wert schon
heute.
Wachstumsregulatoren: Präparate, die in den Stoffwechsel der Pflanzen
eingreifen und z. B. in Getreide und Raps mit dem Ziel eingesetzt werden,
eine Halm- oder Stengelverkürzung und damit eine bessere Standfestigkeit zu
bewirken.
Waldhackgut: Hackgut, das aus Hackholz hergestellt
wird Waldrestholz Naturbelassenes und daher unbelastetes Holz, das direkt aus
den Forsten stammt. Sowohl Stämme als auch daraus gewonnene Hackschnitzel werden
als Waldrestholz bezeichnet.
Walnußschalen: geben braunen Farbton für die Textilfärberei.
Plantagenanbau ist in allen Erdteilen üblich.
Wasserdampf-Diffusions-Widerstandszahl (m): Die Größe m zeigt den Widerstand
an, den ein Baustoff im Vergleich zu einer Luftschicht der Wasserdampfdiffusion
entgegensetzt. Ein Stoff mit z.B. m=2 und 20 cm Dicke stellt dem Wasserdampf
den gleichen Widerstand entgegen, wie 40 cm Luft.
Wassergehalt: Anteil des im Brennstoff enthaltenen Wassers, angegeben
in Prozent der Masse, bezogen auf die Masse des wasserhaltigen Brennstoffes.
Wasserröste: Vorgang bei der Flachsernte, der dazu dient, die Fasern,
vergleichbar mit der Feldröste, natürlich aufzuschließen. Früher
wegen ihrer Witterungsunabhängigkeit am verbreitetsten. Bei der Wasserröste
wurde das gebündelte Flachsstroh in Teiche oder Wasserbassins gelegt. Im
Wasser finden dieselben pektin- und ligninlösenden Prozesse statt wie bei
der Feldröste, nur ist dieser Prozess kontrollierbar. Da man für eine
Tonne Flachsstroh ca. fünf Tonnen Wasser benötigt, die dann sehr stark
verschmutzt sind, wurde dieser Prozess in Mitteleuropa verboten. Früher
wurden durch die Flachsröste viele natürliche Teiche und Gewässer
so stark verschmutzt, dass sie "umkippten".
Weichholz: Holz
mit einer mittleren Darrdichte bis 550 kg/m3 (Fichte, Tanne, Kiefer,
Lärche, Erle, Weide und Pappel)
Weizengluten: wasserunlöslicher Proteinkomplex im Weizenendosperm, 70-80 % Protein, 6-8 % Lipide, 14-18 % Kohlenhydrate, 0,8-1,4 % Mineralstoffe
Weizenkeimöl: Der Weizenkeim (2 % des Korns) besteht aus 8-12 % aus Weizenkeimöl. Fettsäurezusammensetzung: C16:0 - 11 - 20%, C18:0 - 1 - 6%, C18:1 - 13 - 30%, C18:2 - 44 - 65%, C18:3 - 2 - 13%; wegen seines hohen Linolsäuregehaltes (18:2) wird es in diätischen Lebensmitteln und in der Kosmetikindustrie verwendet.
Wellen: Stückholz
mit einer Länge von 70-100 cm
Werkstoffliches Recycling: Ziel des werkstofflichen Recycling ist es,
gebrauchte Kunststoffe aufzubereiten und daraus einen Sekundärrohstoff
zur Herstellung neuer Produkte zu gewinnen.
Winterhärte: Fähigkeit einer Pflanze den Winter zu überdauern
Wirkungsgrad: Der Wirkungsgrad einer technischen Anlage (z.B. Kraftwerk)
ist ein Maß für das Verhältnis des erreichten Nutzens gegenüber dem eingesetzten
Aufwand oder auch das Verhältnis (der Quotient) aus nutzbarer Energie zu eingesetzter
Energie. Der Wirkungsgrad ist dabei vor allem ein Kriterium für die Güte eines
Prozesses.
Wiesen: aus Wiesen werden Ethanol, Protein und Fasern durch Vergärung gewonnen
Zellulose
(Cellulose, Zellstoff)
ist sowohl von der Menge als auch von ihrer Verbreitung her das häufigste und
bedeutendste Biopolymer in der Natur. Zellulose ist ein wasserunlösliches Polysaccharid
der formalen Bruttozusammensetzung (C6H10O5).
Nahezu alle Zellwände der lebenden und abgestorbenen Pflanzenteile bestehen
aus Zellulose; diese verleiht den Pflanzen Festigkeit und macht sie gegen den
Einfluss des Regens unempfindlich. Die Zellulose der verwesenden Pflanzenteile
wird durch Bakterien und Pilze unter Aufbau körpereigener Stoffe zu Kohlenstoffdioxid
und Wasser abgebaut. Im Holz ist die Zellulose (40 bis 50%) mit Lignin (20 bis
30%) und anderen Begleitsubstanzen (10 bis 30% Polyosen und andere zellulosefreie
Bestandteile sowie ca. 1% Mineralstoffe) vergesellschaftet.
Zelluloseester: Zellulose-Derivate, die durch Veresterung von Linters
oder Zellstoff mit organischen und / oder anorganischen Säuren gebildet
werden. Einsatzbereiche sind die Herstellung von Brillen, Kaschierfolien für
Bücher, Zigarettenfilter u.a.
Zelluloseether: Zellulose-Derivate,
die durch partielle oder vollständige Substitution der Wasserstoff-Atome
der Hydroxy-Gruppen der Zellulose durch Alkyl- und / oder (Ar)alkyl-Gruppen
entstehen. Einsatzbereiche sind Bauwerkstoffe, Kosmetik, Lebensmittel u.a.
ZMP: Zentrale
Markt- und Preisberichtstelle für Agrarprodukte, http://www.zmp.de